So sah es an der Baurstraße im Frühjahr aus, die Anlage wird voraussichtlich im Herbst eingeweiht archivfoto: schneider

Wie alles mit allem zusammenhängt, können die Fußballer in Hamburgs Westen derzeit beim Bau einiger Kunstrasenplätze erleben. Weil sich die Einweihung der Regionalsportanlage Baurstraße verzögerte, ist der Bahrenfelder SV (BSV 19) derzeit zu Gast auf der Anlage der Groß Flottbeker Spielvereinigung (GFSV) an der Notkestraße. Die Flottbeker warten ihrerseits darauf, dass auf einem ihrer zwei Grandplätze ein Kunstrasenspielfeld entsteht. Und weil Altona 93 (AFC) ebenfalls auf die Einweihung der Anlage Baurstraße wartet, werden die 40 Jugendmannschaften des Vereins weiter auf andere Plätze ausweichen müssen.

Im Frühjahr hatten die Behörden das Ziel ausgegeben, die Baurstraße im Juli oder August einzuweihen. Nun wird die Anlage „voraussichtlich im Herbst in Betrieb gehen. Zu dieser kleinen Verzögerung kommt es, da bezirklicherseits angestrebt ist, dass zur Eröffnung beides, Hoch- und Sportplatzbau, fertiggestellt ist“, sagt Altonas Bezirksamtssprecher Martin Roehl. Der Hochbau ist das „Funktionsgebäude“, dessen Erdgeschoss der BSV und dessen ersten Stock der AFC nutzen werden.

Im Geiste der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Traditionsvereins hat sich AFC-Sprecher Andy Sude angewöhnt, in größeren Zeitabschnitten zu denken. „Für uns ist das natürlich nicht schön. Aber wir haben jetzt so lange darauf gewartet, die Jugendabteilung an einem Ort zusammen zu fassen – wenn es dann später passiert, ist es eben so.“

Noch weiter hinterher hängt der Sportstättenbau an der Notkestraße. Dort lautete die behördliche Zielvorgabe zunächst auf März (das Elbe Wochenblatt berichtete). Als während der Mitgliederversammlung der GFSV Ende April noch keine Baustellenfahrzeuge auf dem benachbarten Platz gesichtet wurden, verlas der Erste Vorsitzende Udo Goldenstein eine E-Mail des Bezirksamtes, „nach der in der 23. Kalenderwoche mit dem Baubeginn gerechnet werden könne“. Das wäre Anfang Juni gewesen, für diesen Termin seien die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben worden.

Die GFSV beteiligt sich mit 18.000 Euro am Flutlicht

Goldenstein berichtete, dass auch eine neue Flutlichtanlage geplant sei, von deren Gesamtkosten in Höhe von 65.000 Euro die GFSV 18.000 Euro tragen werde.
In der Vereinszeitung „GFSV-Report“ beschreibt Fußballjugendleiter Carsten Müller, wie sich die witterungsanfälligen Grandplätze zum Standortnachteil für den Verein entwickeln. „Wo andere längst trainieren oder Punktspiele bestreiten konnten, waren im Winterhalbjahr unsere Plätze oft gesperrt. Die letzten Nachholspiele aus dem Winter fanden Ende Mai statt.“ So musste eine Jugendmannschaft unter der Woche zum Meisterschaftsendspiel um 18.30 Uhr in Quickborn antreten. „Keine Chance auf Verlegung“, so Müller. Heißt: Ein anderer Termin war wegen der vielen Nachholspiele nicht möglich. „In dieser Situation ist eine klare Wettbewerbsverletzung zu erkennen“, so Müller.

Der Frust ist verständlich, denn den Altonaer Neujahrs-empfang 2017 hatten die Flottbeker noch mit der Botschaft verlassen, dass die ersten Bälle an der Notkestraße auf Kunstrasen Ende 2017 rollen könnten. Nun gibt es zumindest eine neue Zielvorgabe. Auf Anfrage des Elbe Wochenblatts sagte Bezirksamtssprecher Roehl, dass „voraussichtlich im August“ begonnen werde, „einen Kunstrasenplatz zu erstellen“.

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