In der Schlussphase schaltete sich auch Altonas Seyhmus Atug (r.) ins Offensivspiel ein, scheiterte hier aber an Condors Keeper Leo Hebbeler. Foto: rp

RAINER PONIK, HAMBURG-WEST
Nach dem sofortigen Wiederabstieg aus der Regionalliga spielt der FC Altona 93 in der kommenden Saison wieder in der Hamburger Oberliga um Punkte. Trainer Berkan Algan, der ebenso wie Liga-Manager Andreas Klobedanz im Amt blieb, steht vor der schwierigen Aufgabe, eine neue Mannschaft zu formen: Geich 14 Spieler haben den AFC nach dem Abstieg aus der vierten Liga verlassen.
„Viele wollten lieber weiter in der Regionalliga spielen, mit anderen konnte der Verein sich nicht über die Konditionen einigen“, erklärt Algan den Aderlass, den der Kultklub wohl kaum kompensieren kann.
Andererseits sollen zehn Zugänge helfen, die 93er in Hamburgs höchster Spielklasse auf Erfolgskurs zu bringen: Das Brüderpaar Seyhmus und Beytullah Atug spielte lange für Hamburgs Serienmeister TuS Dassendorf und bringt ebenso Regionalligaerfahrung mit wie Mittelfeldspieler Eudel Monteiro (bisher Lüneburger SK), Stürmer Tolga Tüter (FC Süderelbe), Joshua Gebissa (VfB Lübeck) und der torgefährliche Vincent Boock, der wie die Atugs und Onur Saglam vom Nachbarn FC Teutonia zum AFC wechselte. Vor ein paar Tagen gab Maurice Schwäbe (Heider SV) seinen Wechsel nach Altona bekannt.
Über den Zulauf freuen sich auch die Stammspieler, die dem AFC treu geblieben sind. Dazu zählen neben Torwart Tobias Grubba und Abwehrspieler Niklas Siebert auch die Angreifer Pablo Kunter und Marco Schultz.

Kaderplanungen noch längst nicht abgeschlossen

Die Kaderplanungen sind aber noch längst nicht abgeschlossen. So liefen im Freundschaftsspiel beim künftigen Oberligakonkurrenten SC Condor erneut einige Testspieler im Trikot des AFC auf. Nach einem schnellen 0:1-
Rückstand sahen die rund 100 Fans in Farmsen zunächst eine ausgeglichene Partie, in der Marco Schultz nach Ecke von Onur Saglam das 1:1 glückte. Joshua Gebissa und erneut Marco Schultz brachten die 93er noch vor dem Seitenwechsel mit 3:1 in Führung. In der Schlussphase machten die Gäste den Sack zu: Nachwuchs-Ass Hischem Metijji sowie die Gastspieler Mirab Raschisdi und Jarek Dovgiy schossen einen 7:3-Vorsprung heraus, den Condor nur noch auf 4:7 verkürzen konnten. Trainer Berkan Algan bilanzierte nach dem Spiel recht zufrieden: „Für mich war es ein guter Test gegen einen guten Gegner.“

Die nächsten Spiele
Schon am morgigen Donnerstag, 12. Juli, 19 Uhr, kann der AFC-Coach beim Testspiel gegen den VfB Lübeck 2 weitere Erkenntnisse sammeln. Das Testspiel wird auf dem Kunstrasenplatz am Hemmingstedter Weg ausgetragen. Am Sonntag, 15. Juli, wird das 125-Jahre-Jubiläumsspiel gegen den Londoner Dulwich Hamlet FC um 12 Uhr an der Griegstraße angepfiffen. Anschließend geht es ins Trainingslager nach Hitzacker. Das erste Oberligaspiel ist am Freitag, 27. Juli, 19.30 Uhr, bei HEBC, Tornquiststraße 79.

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