Von Wolfgang Wittenburg.

Vor über elf Jahren, am 1. Juni 2007, übernahm Corinna Senf eine Pastorenstelle in der Cornelius-Gemeinde. Jetzt verabschiedet sich die 43-Jährige aus Fischbek. Ab Mitte August arbeitet sie als Referentin für Hauptpastor und Propst Dr. Martin Vetter an der Hauptkirche St. Nikolai in Harvestehude. Das Wochenblatt sprach mit der in Eißendorf lebenden Pastorin.

Hätte es für Sie berufliche Alternativen gegeben? Mich hat Journalismus immer interessiert und auch Kriminalkommissarin. Da traf es sich gut, dass ich heute als Pastorin in der Gemeinde auch Öffentlichkeitsarbeit leisten darf.

Was ist Ihre Motivation? Generell möchte ich Menschen vom Glauben erzählen, von dem berichten, was mich trägt, und ich möchte Glauben weiter geben. Ich liebe Gottesdienste, und in Fischbek sind die Menschen offen für Neues. Die Gemeindearbeit ist vielfältig und wird mit Familien und generations-übergreifend gestaltet.

Was ist für Sie noch positiv? Die Gemeinde steht sehr gut da und bietet gute Angebote für Alt und Jung. Unsere ehrenamtliche Liturgiegruppe gestaltet Gottesdienste mit, mit Jan Keßler haben wir einen großartigen Popularmusiker. Zweimal im Jahr gibt es einen von zehn Frauen vorbereiteten Abend-Gottesdienst mit Gitarrenmusik, Theaterspiel und Chorgesang. All das macht Gottesdienst lebens- und alltagsnah.

Wo ist Nachbesserung gefordert? Ich sehe meine Mission nicht als erfüllt an, denn Gemeinde hat immer neue Entwicklungsfelder. Auch in Zukunft heißt es: neue Fischbeker begrüßen, einladen und
Brücken bauen in Stadtteil und Kirchengemeinde.

Warum Ihr Wechsel – ist der gewollt? Ich habe mich auf die Stelle an St. Nikolai beworben, weil sie mir ein Arbeiten in einem familiär besser verträglichen Maß ermöglicht. Dort unterstütze ich den Hauptpastor und Propst in seinem Doppelamt bei Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Ich habe auch pastorale Aufgaben und weiterhin meine geliebten Gottesdienste.

Was ist für Sie das gesunde Gegengewicht zur Arbeit? Ich besitze ein Rennrad und fahre damit gerne durch die Natur. Glaube und Zeit mit Gott sind meine immer währende Kraftquelle, trotzdem brauche auch ich Urlaub mit der Familie. Und ich greife gerne spontan zur Gitarre und singe dazu – auch mal zwischendurch an meinem Schreibtisch.

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