Nelson-Mandela-Schulleiter Bodo Giese geht nach 27 Dienstjahren in den Ruhestand.

„Ich komme immer noch jeden Morgen gerne zur Schule“, sagt Bodo Giese augenzwinkernd. Dass er bald für immer schulfrei bekommt, sieht man dem junggebliebenen Sechziger nicht an. Doch am Mittwoch, 4. Juli, geht der Schulleiter der Nelson-
Mandela-Schule (NMS) in den Ruhestand.
27 Jahre hat sich der Pädagoge für „seine“ Schule engagiert. Elf davon als Schulleiter, sieben als Stellvertreter, viele Jahre als Klassen- und Vertrauenslehrer. Noch in der Anfangsphase seiner Schulleiterzeit wurde die damalige Gesamtschule zur Stadtteilschule – mit stark erweiterten Aufgaben, aber kaum erweiterten Mitteln.
Angesichts der Veränderungen setzte sich Giese dafür ein, dass die Schule einen neuen Namen bekam, mit dem sich alle identifizieren konnten. So wurde 2010 aus der ehemaligen Stadtteilschule Kirchdorf die Nelson-Mandela-Schule.
„Ein Name, der für das steht, was uns wichtig ist: Antirassismus und Antidiskriminierung, Beharrlichkeit und Ausdauer, Versöhnung sowie Toleranz und Lernen“, erklärt Giese.
An einer anderen Schule als der NMS Schulleiter zu werden, kam Giese nicht in den Sinn. „Mit Bodo Giese geht ein Mensch in den Ruhestand, dem es auf selbstverständliche Weise gelang, mit seinen Kollegen auf Augenhöhe zu arbeiten“, sagt Deutschlehrerin Martina Warncke.

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