Vor dem Startpfiff ließen sich Trainer Gerd Kruspe (l.) die beiden offiziellen Zeugen Ekkehart Opitz (dahinter) und Dieter Lohberger (rechts) und die Taxifahrer Lovely und Monty mit den ersten Läufern ablichten. Foto: pr

Schon vor zwei Jahren sorgte der erst 2014 gegründete Fußballclub FC Hamburger Berg für Aufsehen. Um Sponsoren und Unterstützer zu werben und dadurch die Kosten für seine intensive Flüchtlingsarbeit zu decken, startete der kleine Stadtteilclub im Sommer 2016 einen Weltrekordversuch im Dauerkicken und erhielt nach über 111 Stunden zur Belohnung einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde.
Vor ein paar Tage starteten die St. Paulianer ihren nächsten Coup: „Wir wollen versuchen, innerhalb der nächsten Wochen alle 7.500 Straßen Hamburgs zu durchdribbeln“, berichtet Orga-Chef Ralph Hoffmann vom nächsten Weltrekordversuch. Etwa 4.000 Kilometer wollen die 21 Spieler des Clubs, die in drei Gruppen abwechselnd unterwegs sind, dabei zurücklegen. Jeder Spieler dribbelt mindestens zwei Stunden und wird dann ausgewechselt. Gelaufen wird Tag und Nacht, also rund um die Uhr – und zwar so lange bis der Weltrekord gebrochen ist.

Der Klub hat Spieler aus 29 Nationen in seinen Reihen

Zur Beweisführung per GPS (Standortverfolgung) tragen die Gruppen Mobiltelefone mit sich. Auf einer interaktiven Google Map lässt sich mitverfolgen, welche Strecken die Fußballer bereits hinter sich gebracht haben. Mit ihrer Aktion will der FC Hamburger Berg, der 300 Flüchtlingen in seinem Verein kostenlose Sportangebote macht und Spieler aus 29 verschiedenen Nationen in seinen Reihen hat, diesmal Waisenkinder unterstützen.
Jeder, der die Aktion unterstützen will, kann durch eine „leistungsbezogene“ Spende helfen. Privatpersonen können sich schon für einen Cent, Firmen ab fünf Cent pro gelaufenem Kilometer als Spender eintragen lassen.
„Alle, die uns helfen, bekommen ein Weltrekordzertifikat mit ihrem Namen, ein Weltrekord-Teamposter, das gute Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben und natürlich auch eine Spendenbescheinigung“, wirbt Ralph Hoffmann um eine rege Beteiligung.
Am vergangenen Donnerstag um 11 Uhr schickte Trainer Gerd Kruspe seine Spieler per Startpfiff auf die Strecke. Trotz Schlafmangel und Schmerzen unterschiedlichster Art halten die Kicker an ihrem Ziel fest. Auch ein ins Wasser gefallener Ball konnte die Fußballer vom Hamburger Berg nicht stoppen.

❱❱ Der aktuelle Stand zum Weltrekordversuch unter
www.fc-hamburger-berg.de

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