Von Wolfgang Wittenburg.

Wo sonst Bagger und Kieslas-ter für Lärm und Staub sorgen, stehen Maskenmobil, Garderobenwagen und Catering-Trailer in der Sonne – ein Hauch von Hollywood in Fischbek. Im Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook wird als ZDF-Montagsfilm „Danowski – Blutapfel“ gedreht. Der Krimi wird 2019 gesendet.
In dem Film geht es auch um Konflikte zwischen neuen Nachbarn. Und weil der Stress über einen zu sehr gestutzten Apfelbaum eskaliert zu sein scheint, müssen die Hauptkommissare Adam Danowski (Milan Peschel) und Meta Jurkschat (Emily Cox) einen Mordfall aufklären und Verdächtige wie Rüdiger Bressin (Sebastian Rudolph) vernehmen. Denn einer der Nachbarn wurde erschossen, und eine Spur führt in eine Neubausiedlung im Hamburger Süden. „Mich freut es sehr, dass die Filmarbeiten nur etwa 300 Meter vom Spielort in meinem Roman stattfinden, denn das ist bei einer Verfilmung eine Seltenheit“, verrät Autor Till Raether, der sein Buch vor drei Jahren herausgebracht hat.
Kurzer „Take“ im
Apfelbeerenring
Inzwischen ist die Straße Apfelbeerenring abgesperrt. Die Schienen für eine kurze Kamerafahrt sind in einer Auffahrt vor einer Haustür verlegt worden, Kamera und Kameramann sind in Position. Der Tontechniker hält das Mikrofon an einer „Angel“ über die Köpfe der Schauspieler. Der Regie-Assis-tent bittet das 20-köpfige Team um Ruhe, dann kommpt die sprichwörtliche „Klappe“ und das leise, aber bestimmte „Und bitte“ von Regisseur Markus Imboden („Tatort“) ist zu hören. Viel „Action“ ist bei diesem „Take“ aber nicht zu sehen: Die beiden Ermittler klingeln an der Haustür, es wird geöffnet.
Rund 24 Drehtage braucht man heutzutage, um 90 Minuten Krimi fürs Hauptabendprogramm zu produzieren. In Fischbek waren etwa 30 Mitarbeiter – von der Produzentin bis zum Fahrer des Shuttle-Busses für die Schauspieler – zehn Stunden im Einsatz. Für das Mittagessen, heute Leberkäse, Kartoffeln und Gemüse, war erst um 16.30 Uhr Zeit. Am Ende des Tages hat das Team gerade mal fünf Film-Minuten geschafft.
„Die meisten meiner Filme habe ich in Hamburg gedreht, aber im Süden der Stadt noch nie. Als gebürtiger Schweizer liebe ich den Süden generell, und hier sind mir die netten Leute besonders aufgefallen. Wir haben in vier neu bewohnten Häusern gedreht und es gab keinerlei Probleme mit den Anwohnern, was den Dreh zum Glück eklatant von der Story unseres ZDF-Krimis unterscheidet“, sagt Regisseur Imboden.

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