Der gelbe Kran im Binnenhafen „hat einen neuen Verein“. Statt der KulturWerkstatt kümmert sich jetzt der Museumshafen Harburg um den unter Denkmalschutz gestellten Liebherr-Portalkran aus dem Jahr 1972. Hannelore Mulch (Mulch Güterservice) hatte den Kran 2006 der KulturWerkstatt geschenkt.
Der Übergang vom „Retter-Verein“ KulturWerkstatt Harburg auf den „Betreiber-Verein“ Museumshafen Harburg schließt alle damit verbundenen Projekte mit ein – insbesondere das Vorhaben zur
Restaurierung des blauen Peiner-Krans am Lotsekai sowie Gegenstände wie die Eisenbahnwaggons am Lotsekai.
Gorch von Blomberg als Mitglied der Kranwerkstatt sagte dazu: „Wenn es 2006 den Museumshafen schon gegeben hätte, wäre der Kran sicherlich direkt dort gelandet. Hier gehört der Kran hin – spricht doch die Satzung des Museumshafen Harburg vom Erhalt des maritimen Kulturguts zu Wasser und zu Lande. Aber die KulturWerkstatt Harburg hat den Kran gerettet und mit Herz und Engagement und Riesen-Arbeitsleistung zu einem Identifikationssymbol des Hafenstadtteils Harburg gemacht.“

 

Kulturkran

1972 hatte die Firma Mulch den Kran am Lotsekai aufgestellt. Damals waren Krane aus keiner Hafenstadt wegzudenken. Doch mit dem Ende der Stückgutzeit und der Umstellung auf Containerfracht haben sich die Häfen verändert. Krane wurden abgewrackt, verschwanden aus dem Hafenbild. Der Harburger Kran hat bis zu seiner „Pensionierung“ rund 8,5 Millionen Tonnen Schüttgut umgeschlagen.
2006 übergab die Firma Mulch den Kran an die Kulturwerkstatt Harburg. Nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung des Denkmalschutzamtes konnte der Kran als Industriedenkmal erhalten werden. Ein großer Anteil am Erfolg gebührt auch dem pensionierten Kranbaumeister Roland Remstaedt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here