SVW - Kosova 1:2, 30.11.13 Vogelhüttendeich

Von Waldemar Düse.

Erst mit einer unfreiwilligen Punktlandung am vorletzten Spieltag hat Fußball-Bezirksligist SV Wilhelmsburg den Absturz in die Kreisliga abgewendet. Nachdem schon in der Winterpause sieben Spieler dem Verein den Rücken gekehrt hatten, zogen während der Rückrunde drei weitere nach. Für Trainer Peter Lascheit war unter diesen Umständen ein systematisches Arbeiten nicht mehr möglich. Nur mit Hilfe aushelfender Akteure aus der zweiten Mannschaft gelang es, den Spielbetrieb zu einem geordneten Ende zu bringen.
Die Konsequenzen, die der Verein daraus gezogen hat: Bereits fünf Spieltage vor Saison-ende war Lascheit mitgeteilt worden, dass man in der neuen Saison mit Martin Timmler, dem bisherigen Coach der zweiten Mannschaft, als Ligatrainer arbeiten wolle. In der neuen Spielzeit wird der SVW nur noch mit drei Männerteams anstelle der bisherigen vier am Spielbetrieb teilnehmen.
„Wir stellen uns mit einer Mannschaft weniger komplett neu auf“, erläutert Timmler die zukünftige Vorgehensweise. „Wir wollen einen gesunden Kader, der von viel Background unterstützt wird.“ Gesund meint ein neues, altes Zusammengehörigkeitsgefühl, für das der ehemalige Ligaspieler wie kaum ein anderer steht. Zum Helfer-Team gehören außerdem der zukünftige Co-Trainer Heiko Ruppert und mit Björn Möller ein weiteres SVW-Urgestein.
Große Hoffnung setzt nicht nur Timmler in den Umzug auf die neue Sportanlage am Kirchdorfer Karl-Arnold-Ring, deren drei Rasenflächen – ein Natur- und zwei Kunstrasen-Großspielfelder – Ende des Jahres bespielbar sein sollen. Das neue Vereinshaus wird dagegen noch etwas länger auf sich warten lassen. Bekanntlich muss der SVW seine kurz nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Sportanlage am Vogelhüttendeich aufgegeben, weil sie für den Wohnungsbau benötigt wird.
„Ich bin davon überzeugt, dass sich qualitative und ehrliche Arbeit langfristig durchsetzen“, ist sich Timmler sicher und scheut sich auch nicht, darüber nachzudenken, „ob wir in Wilhelmsburg die Nummer eins werden können“.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here