An der Ecke Luruper Hauptstraße/Fahrenort gefahrlos die Straße zu überqueren, das ging nur bei der „Ampel-Demo“ Ende Februar. Foto: pr

Sabine Schult kommt das, was in Lurup passiert oder gerade nicht passiert, seltsam vor. „Manchmal könnte man glauben wir machen uns mehr Gedanken als die Behörden“, sagt die Mitbegründerin der „Ampel AG“, die sich sich vor Kurzum gebildet hat, damit so schnell wie möglich eine vorläufige Ampel an der Ecke Luruper Hauptstraße/Fahrenort aufgestellt wird.

Warum muss an der Stelle eine Ampel gebaut werden?
Es kommt häufiger zu Unfällen mit Linksabbiegern aus dem Fahrenort in die Luruper Hauptstraße. Die Bewohner der „Fama“-Seniorenanlage müssen mehr als 500 Meter laufen, um die Straße überqueren zu können. Dort steigen sie in den 21er-Bus oder gehen ins Einkaufszentrum. Viele Schüler der Fridtjof-Nansen-Schule und des Goethe-Gymnasiums wollen dort über die vielbefahrene vierspurige Straße.

Wann kommt die Ampel?
Wenn die Luruper Hauptstraße 2020 grundsaniert wird, ist an der Stelle eine „fest installierte Lichtzeichenanlage“ geplant, so die Straßenverkehrsbehörde in einer Stellungnahme an die Bezirksversammlung (BV) Altona. „Eigentlich war das schon 2017 geplant. Wir befürchten, dass es noch länger dauert“, so Schult.

Warum wird bis dahin keine provisorische Ampel aufgestellt?
Der Verkehrsausschuss der BV fordert eine solche provisorische Ampel, die Straßenverkehrsbehörde lehnt sie ab. Mit „ganz ominösen Argumenten“, findet Schult. Die Behörde begründet die Ablehnung damit, dass sich die „grüne Welle“ bei einer provisorischen Ampel nicht steuern lasse. Das gelte auch für die Busbeschleunigung. Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein hätten allerdings nichts gegen eine provisorische Ampel, wenn sie mit einer Bevorrechtigung für Busse ausgestattet wäre (siehe Infotext). Weitere Gründe der Behörde: Der Ampelmast müsste auf den Radweg, Probleme von Fußgängern und Radfahrern wären programmiert. Außerdem müsste „eventuell ein Baum gefällt werden“, drohten Verschmutzungen und sei der Aufwand einer „provisorischen Lichtzeichenanlage“ genauso hoch wie bei einer dauerhaften Lösung.

Was plant die „Ampel AG“ als nächstes?
„Wir werden die Luruper beim Stadtteilfest am 23. Juni auffordern, sich bei den Verantwortlichen mit Postkarten für die Ampel einzusetzen“, sagt Sabine Schult. Nach der erfolgreichen Demonstration Ende Februar (das Elbe Wochenblatt berichtete) wird es voraussichtlich im Herbst die nächste Demo geben.

 

Busbeschleunigung
Nachfrage bei Sprecherin Anja Giercke von den Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH): „Die VHH befürwortet grundsätzlich eine Ampel an dieser Stelle, allerdings erst nachdem die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen der Straße abgeschlossen sind. Gleiches gilt für eine provisorische Ampel, weil sie „unseren Busfahrern die Ausfahrt aus der Straße Fahrenort erleichtern würde. Da aber die Linie 2 (geradeaus) im Beschleunigungsprogramm A und die Linie 21 (abbiegend) im Beschleunigungsprogramm B enthalten ist, wäre es aus unserer Sicht erforderlich, die provisorische Ampel mit einer Bevorrechtigung für Busse auszustatten. Die Entscheidung, ob schnell eine provisorische oder in zwei Jahren eine endgültige Ampel zur Umsetzung des Ziels errichtet wird, obliegt den zuständigen Stellen der Stadt Hamburg.“ MG

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