Künstlerportrait des Pianisten Francois-Xavier Poizat - Auftritt beim Chopin Festival Hamburg 2018
François-Xavier Poizat

Wenn François-Xavier Poizat sein Leben mit einem Musikstück vergleicht, denkt er an Petruschka. Die Musik aus Strawinskys Ballett ist voller Farben und Rhythmus. So, wie sein Alltag: Sehr organisiert jedoch auch sehr erfüllend und bunt. Neben reger internationaler Konzerttätigkeit ist er künstlerischer Leiter des Festivals Puplinge Classique in Genf. Er spielte CDs ein für die Klassik-Labels Naxos, Ars Produktion und Piano Classics mit Werken u.a. von Liszt, Tschaikowski, Smetana, Ravel und Strawinsky. Auf internationalen Wettbewerbspodien setzte er sich vielfach als Preisträger durch.

Der in New York lebende französisch-schweizerische Pianist erhielt im Alter von vier Jahren Klavierunterricht. Martha Argerich lud ihn bereits als Zwölfjährigen zur Teilnahme an ihrem Festival, dem Pacific Music Festival, in Japan ein. Sie beschrieb ihn als „einen jungen Pianisten mit einem tiefen Lyrismus und einer erstaunlichen Virtuosität“. In Wettbewerben erhielt er u.a. den ersten Preis beim Elise-Meyer-Wettbewerb 2009 in Hamburg. Es folgte z.B. der Jury Special Prize beim Tchaikovsky Wettbewerb 2011 in Moskau und er wurde Finalist des Clara-Haskil Wettbewerbs in 2013 in Vevey, Schweiz. François-Xavier Poizat schloss mit Diplomen an der Musikhochschule Genf, Hamburg und an der Juilliard School in New York in den Klassen von Alexeï Golovin, Evgeni Koroliov, Nelson Goerner und Matti Raekallio ab.

Konzertleben und Festivalgründung

François-Xavier Poizat trat bereits in mehr als 23 Ländern auf. Er gab Klavierabende im Rahmen internationaler Festivals, wie des „Pacific Music Festival“, des „La Roque d’Anthéron“, des „Progetto Martha Argerich“ und des Septembre Musical de Montreux. Als gastierender Solist bei Orchesterkonzerten spielte er Klavierkonzerte unter der Leitung von Dirigenten wie Neeme Järvi, Philippe Béran, Lukasz Borowicz, Thierry Fischer und Frédéric Chaslin. Dabei konzertierte er mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre de la Suisse Romande und Svizzera Italiana, den Litauischen und Armenischen National Kammerorchestern oder den Poznan Philharmonikern.

Im Jahr 2010 gründete der 1989 geborene Poizat mit dem Klarinettisten Damien Bachmann das Festivals Puplinge Classique in Genf. Mit der Cellistin Nadège Rochat bestreiten die Gründer des Festivals im Trio das Eröffnungskonzert der ersten Saison. Heute ist er dessen künstlerischer Leiter und das Festival mauserte sich mit derzeit 12 Konzerten zu einer festen Größe in der Schweizer Kulturlandschaft. Dabei versteht der Klavierkünstler die Musik als Treffpunkt der Nationen. Das Festival besitzt ein Spektrum unterschiedlichster Musikströmungen. Von mittelalterlicher Musik bis hin zu Jazz, folkloristischen armenischen Rhythmen und argentinischem Tango.

Ausgleich mit Kampfkunst und Jazz

Derzeit studiert der gebürtige Grenobler mit Matti Raekallio an der Juilliard School in Manhattan. Neben der klassischen Musik spielt Poizat leidenschaftlich gern Jazz und interpretiert mit Vorliebe Werke, die nicht für Klavier geschrieben wurden. Zudem hegt er große Begeisterung für Kampfkünste, die er bereits seit über 15 Jahren intensiv praktiziert. Das Kickboxen sorgt bei ihm für einen sportlichen Ausgleich. In jeder Stadt, in der er lebt, findet er einen Club, in dem er trainieren kann. Zugute kommen ihm da auch seine Sprachkenntnisse. Seine Muttersprache ist Französisch und dazu kommen Deutsch, Englisch und Chinesisch. Nach seinem Auftritt für das Chopin Festival Hamburg geht es gleich weiter auf Konzertreise. In die Schweiz und die Ukraine, nach Frankreich und China und besonders im August wird er von seinem Festival in Anspruch genommen – auch mit eigenen Darbietungen

Am 29. Juni tritt François-Xavier Poizat mit einem zweiteiligen Programm im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg auf. Zu Beginn des Abends wird er auf einem original historischen Flügel von Steinway & Sons aus dem Jahr 1871 Etüden von Chopin spielen. In der Konzertpause zieht der Künstler mit dem Publikum in den Spiegelsaal des Museums um, um Werke von Franz Liszt vorzustellen, darunter auch den Mephistowalzer Nr.1.

Chopin Festival Hamburg

27. Juni – 02. Juli 2018

Karten, Programm und weitere Infos unter:

http://www.chopin-festival.de/

Die Karten sind zudem an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich, z.B. bei

http://www.konzertkassegerdes.de/

Die Chopin-Gesellschaft Hamburg-Sachsenwald e.V. auf einen Blick:

… Konzerte, Vorträge, Ausstellungen, Kulturreisen

… Förderung junger, begabter Künstler

… Unterstützung der nationalen und internationalen Chopin-Forschung

… „Chopin-Preis“ für Nachwuchstalente alle zwei Jahre

Erfahren Sie mehr unter:

http://www.chopin-hamburg.de/

 

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