Beim Volksentscheid „Mehr Personal in Pflege und Reinigung im Krankenhaus“ wurden in Wilhelmsburg über 2.000 Unterschriften gesammelt. Foto: pr

WILHELMSBURG. Über 30.000 Hamburger haben die Initiative „Mehr Personal in Pflege und Reinigung im Krankenhaus“ unterstützt. Allein in Wilhelmsburg kamen gut 2.000 Unterschriften zusammen. Jetzt kann ein Volksbegehren starten. Zu dessen Vorbereitung soll in Wilhelmsburg die Stadtteilinitiative „Wilhelmsburg gegen Pflegenotstand“ gegründet werden.
Ein erstes Treffen findet am Donnerstag, 21. Juni, um 18.30 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20, statt. Zu Beginn der Veranstaltung werden eine Altenpflegerin und ein Pfleger über ihren Berufsalltag berichten, danach soll die Wilhelmsburger Stadtteilinitiative gegründet werden.
Hintergrund: Im Jahr 2004 hatten sich beim Volksentscheid „Gesundheit ist keine Ware“ 76 Prozent der Hamburger gegen einen Verkauf des Landesbetriebs Krankenhäuser an Asklepios ausgesprochen. Doch der damalige CDU-Senat um Bürgermeister Ole von Beust ignorierte dieses Votum. Welche Auswirkungen die Privatisierung für die Patienten hatte, ist umstritten. Für die in Krankenhäusern Beschäftigten hat die Arbeitsbelastung aber offenbar deutlich zugenommen. „Dadurch wird ein Krankenhausaufenthalt häufiger zu einem gesundheitlichen Risiko für Patienten“, argumentieren Aktivisten des Volksbegehrens. EW

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