„Bist du mein Typ?“ – mit dieser Frage werben die Aktiven des studentischen Projektes „Uni hilft“ dafür, sich als potenzieller Stammzellen-Spender registrieren zu lassen. Foto: pr

Heinrich Sierke, Eimsbüttel
Das studentische Projekt „Uni hilft“ veranstaltet am Mittwoch, 13. Juni, von 17 bis 20 Uhr im ETV-Sportzentrum, Bundesstraße 96, eine Typisierungsaktion, bei der sich potenzielle Stammzellspender registrieren lassen können. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wem soll geholfen werden? Menschen, die an Leukämie – also Blutkrebs – oder einer anderen Erkrankungen des Blutes oder des Immunsystems leiden. Leukämie kann jeden treffen, in jedem Alter. Manchmal bleibt dann nur eine Chance auf Rettung: Eine Stammzelltransplantation von einem gesunden Spender.

Welche Bedeutung hat eine Typisierungsaktion? Voraussetzung für das Gelingen der Therapie ist eine größtmögliche Übereinstimmung der sogenannten HLA-Merkmale, das sind Oberflächenbestandteile der Körperzellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei zufällig ausgewählte Personen ausreichend übereinstimmende HLA-Merkmale besitzen, liegt bei nur 1:10.000. Um dennoch einen passenden Helfer zu finden, benötigt man möglichst viele potenzielle Stammzellspender. Damit soll die Überlebenschance für Leukämiepatienten verbessert werden.

Wer organisiert die Typisierung? Medizinstudierende, die sich ehrenamtlich im Projekt „Uni hilft“ engagieren, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Transfusionsmedizin des Universitätsklinikums Eppendorf.

Was passiert während und nach der Aktion? Die Typisierung selbst erfolgt mittels Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen und dauert, einschließlich eines ausführlichen Aufklärungsgespräches, nur wenige Minuten. Anhand der im Abstrich gewonnen Zellen können die HLA-Merkmale bestimmt und in einer deutschlandweit vernetzten Datei gespeichert werden. Im Falle einer Übereinstimmung kann der Spender benachrichtigt werden.

Wer kann sich registrieren lassen? Voraussetzung ist das Fehlen schwerer Vor- oder Infektionserkrankungen wie Malaria, HIV, schwere Herzkreislauferkrankungen oder insulinpflichtiger Diabetes. Ansonsten können sich Frauen und Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren registrieren lassen.

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