1970 im Dreikatendeich: In Haus 54 wohnte Willy Wendt, in Haus 56 Hans Rieckborn, in Haus 58 Johannes Meyer, in Haus 60 Walter Schulz (v.r.). Dahinter am Sielpool lebten Nicolaus Oesmann (Nr. 2), Paul Oesmann (Nr.3), Heinrich Külper (Nr. 4) und Hans Oesmann (Nr. 5) Foto: FTSV

Siegmund Borstel, Süderelbe
Vom alten, erstmals 1250 erwähnten Altenwerder sind nur noch die Kirche St. Gertrud und der Friedhof übrig geblieben. „Altenwerder starb für Hamburgs Zukunft“, heißt es in einer Chronik. Das ehemalige Dorf wurde in den 1960er-Jahren zum Hafenerweiterungsgebiet. Die Einwohner wurden umgesiedelt. Doch der dort damals beheimatete FTSV Altenwerder hält die Erinnerung an die Heimat wach. Trotz einer turbulenten Geschichte mit Höhen und Tiefen hat sich der Verein über die Jahrzehnte hinweg zu einer festen Größe im Sport südlich der Elbe entwickelt.
Der FTSV Altenwerder ist ein Zusammenschluss des Altenwerder Turnverein von 1918 und dem Turn- und Sportverein Frei Heil von 1918. Im Lokal Wulfken gründeten zehn junge Leute den Altenwerder Turnverein von 1908. Der Turn- und Sportverein Frei Heil von 1918 wurde am 14.06.1918 durch die Mitglieder des Club Strohhut ins Leben gerufen. Der Verein schloss sich dem Arbeiter-Turn- und Sportbund an und nutzte die Geräte des schon bestehenden Vereins im Saal des Gastwirtes Paul Todtmann mit. Die Mitgliederzahl wuchs bis 1921 auf 144 Personen. 1921 wurde die Fußballabteilung gegründet. Mit eigenen Mitteln wurde ein Sportplatz geschaffen, der bei Sturmflut regelmäßig unter Wasser stand.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, am 9. März 1946, schlossen sich der „Altenwerder Turnverein“ und „Frei Heil“ zum „Freien Turn- und Sportverein Altenwerder von 1918″ zusammen. 1949 starteten die Gespräche über den Bau eines neuen Sportplatzes am Querweg. Vereinsmitglied Erich Burmester,
Fifa-Schiedsrichter und Vorstandsmitglied im Hamburger-Fußball-Verband, sorgte dafür, dass der Verband 30.000 Mark für den Bau des Platzes zur Verfügung stellte. Nach dem Bau des Platzes wurden die nicht verbrauchten 8.000 Mark, wiederum mit Hilfe von Erich Burmeister und dem HFV, um weitere 20.000 Mark aufgestockt, um ein Sporthaus zu errichten. Der Betrag reichte nur aus, weil sich die Mitglieder der FTSV bereit erklärten, das Sporthaus mit eigenen Händen zu errichten.
Eine ruhige Phase das Vereins dauerte nur bis zum Jahr 1974. Von da an wurde über eine Umsiedlung des Dorfes diskutiert, die 1978 startete. Der Verein schrumpfte in dieser Krise von 600 auf 300 Mitglieder. Trotzdem war für den Vorstand eine Fusion mit anderen Vereinen kein Thema.
1977 sollte in Neuwiedenthal eine neue Sportanlage gebaut werden. Mit Unterstützung der Parteien und des Bürgervereins Hausbruch-Neugraben durfte der FTSV Altenwerder die neue Sportanlage am Neumoorstück nutzen. Der Bau eines Umkleidegebäudes komplettierte die neue Heimat.
Allerdings fehlte ein Treffpunkt für die Mitglieder, da der geplante Bau eines Vereinsheims wegen zu hoher Kosten verworfen wurde. Das dauerte bis zum Jahr 2013. Als das Bezirksamt den Jägerhof modernisieren wollte, ergriff der Verein diese neue Chance. Die Sportanlage Neumoorstück wurde aufgegeben, der FTSV zog zum Jägerhof. Das alte Umkleidegebäude auf dem Jägerhof wurde zum Vereinsheim umgebaut.
Aktuell hat der FTSV Altenwerder 650 Mitglieder. „Wir haben viele Einbußen hinsichtlich der Mitgliederzahl hinnehmen müssen, da die Turnhalle geschlossen wurde und noch nicht festgestellt ist, ob diese wieder geöffnet wird“, erläutert Vereinschef Torsten Müsse. „Deshalb können wir zur Zeit kein Volleyball anbieten. Auch das Kinderturnen hat darunter gelitten.“ Derzeit gibt es im Verein Fußball (Damen, Herren, Kinder), Bogenschießen, Fitness und Tischtennis.

Festprogramm

Freitag, 8. Juni
17 Uhr: Kickerturnier
im Vereinsheim
18 Uhr: Tischtennis-Turnier im Festzelt
18 Uhr Training
der Bogenschützen

Sonnabend, 9. Juni
8.30 bis 17.30 Uhr: Kleinfeld-Mixturnier auf beiden Kunst-rasenplätzen. Der FTSV stellt fünf Teams. Betriebs-Mannschaften erweitern das Teilnehmerfeld
14 Uhr: Großer Empfang mit Gästen aus Politik, Sport, und Nachbarvereinen
14.30 Uhr: Bogenabteilung Turnier: Schauschießen mit anschließendem Testschießen für Zuschauer.
19 Uhr: Danz up de deel
mit DJ

Sonntag, 10. Juni
13.00 Uhr: Großes
Kinderprogramm
Freunde, Bekannte und Nachbarn sind eingeladen

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