Der Bezirk Harburg hat z.Zt. 160.000 Einwohner, wächst, hat aber immer weniger Platz für Kultur. Gerade zentrale gelegene Räume für etwa 200-400 Zuschauer gibt es kaum, sind aber nötig.
Im Herzen des Bezirks steht die Dreifaltigkeitskirche an der Neuen Straße leer und in einer Vereinbarung mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Trinitatis Harburg, dem auf Stadt- und Raumerforschung spezialisierten Verein StadtKultur Hafen e.V. sowie der freien Initiative SuedKultur gilt es nun, mit kulturellen Bespielungen ein Konzept einer neuen 3faltgikeit von „Kunst, Kultur, Kreativität“ zu erproben.
Das übergeordnete Ziel ist es, eine dauerhafte Pacht des Gebäudes als gemeinschaftlich kulturell zu nutzender Stätte für mehr als 300 Besucher*innen für alle Kulturgenres des Hamburger Südens zu sichern.
Theater, Tanz, Film, Kunst, Literatur, Inklusion, Integration, Musik und Geschichte – den über 40 Mitgliedsinstitutionen der SuedKultur (und erst rfecht den Kreativen) fehlt es an größeren Präsentationsräumen.
Hier ist es möglich, ein dauerhaftes Nutzungskonzept für alle zu erproben, zu realisieren und
langfristig auf den Weg zu bringen. Die Eigentümer-Gemeinde hat dem für einen Test wohlwollend zugestimmt. Um eine dauerhafte Nutzungsänderung bei den Behörden zu beantragen, bedarf es aber noch erster Praxiserfahrungen.
Daher wollen wir mit einer Sondererlaubnis am Sa., 16. Juni 2018 den ganzen Tag über alle interessierten Kulturschaffenden einladen, mit Ideen die Praxis in dem Gebäude zu erproben.
Alle Ideen sind gefragt. Das ehem. Kirchenschiff bietet sich an für Tanz, Theater, Chor, BigBand, Orchester oder Ensemble, Solo- oder Band-Auftritte, Film, Vortrag oder anderes mehr. Auch der Kirchenturm lädt zu Fantasien oder auch zum Klettern ein.
Das daneben liegende Gemeindehaus birgt zwei kleinere Räume in Parterre und einen größeren in der oberen Etage. Hier kann und soll erprobt und erkundet werden, ob sie etwa für Tanzkurse, das Projekt der Harburger Artothek (Ausleihe regionaler Kunstobjekte) , evtl. Café und Kulturbüro geeignet sind. Und wenn, was müsste/sollte verbessert werden.
Das Ganze soll durchaus im öffentlichen Rahmen statt finden – also zu einem öffentlichen Erkundungsprozess werden, um auch zu erproben, wie welche Kulturangebote ankommen, gefragt sind und das Interesse an diesem Projekt bei den Kunst- und Kultur-Interessierten ist.

So wird eine Ideen-Wand den Kulturschaffenden – also Kreativen – ebenso wie den Kulturinteressierten zur Verfügung stehen, um Ideen, Macher und Gebäude zusammen zu bringen.
Später wollen wir diese Erkundungsergebnisse auswerten, um uns dann auf einen sicher mehrjährigen aber spannenden Weg zur neuen 3falt zu begeben.
EURE IDEEN SIND GEFRAGT!
Testet aus, was euch die neue 3falt bringen könnte. Was ist topp, was müsste aus- und verbessert werden? Wozu sind die Räume bestens geeignet, wozu eher nicht?
Wir werden aus einem kleinen Zuschuss des Verfügungsfonds „Lebendige Stadt“ versuchen, eine Ton- und LED-Lichtanlage zu stellen, um im Kirchenschiff für ausreichend Licht und Ton zu sorgen.
Gagen sind aber nicht möglich (und auch nicht agedacht)! Es sei deshalb noch mal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich nicht um ein privatwirtschaftliches Projekt handelt sondern wahrlich darum die Räume in der Praxis auszuloten.
Es muss also auch kein perfekter Auftritt dargeboten werden, sondern Kreative jede Couleur sollten vielmehr die Chance nutzen, Impulse für einen genreübergreifenden Kultur-Raum in Harburg zu setzen.
Die Gebäude sind NICHT für Ateliers, Musikproberäume im herkömmlichen Sinn („1 Band, 1 Raum“) geeignet und denkbar. Die Thematik wird an anderer Stelle aber durchaus behandelt und verfolgt.
Ideen zum Sa., 16. Juni bitte in 1-2 Sätzen skizzieren und an fest@dreifalt.info senden. Bitte ungefähre Zeit an dem Tag angeben, damit wir gleich eine Abfolge zu erstellen in der Lage sind, wer wann zur Erkundung kommt. Je Aufführung/Erprobung sollte der Fairness weiterer Interessenten halber nicht mehr als eine Stunde inkl. Auf- und Abbau angedacht sein.
Eine geschlossene Facebook-Gruppe mit einigen Fotos und Eindrücken und Infos besteht auch schon unter www.facebook.com/groups/dreifalt/. Dort bei Interesse bitte anmelden.
Wir brauchen darüber hinaus Helfende für Vor- und Nachbereitung: schleppen, putzen, herrichten, abbauen etc.pp. Auch hierzu bitte mit kurzer Zeitangabe (also wann verfügbar) mögen sich helfende und unterstützende Hände per Mail melden.
Die Abfolge der Probe-Auftritte werden terminlich für die Öffentlichkeit im Portal www.suedkultur.de angekündigt. Dazu wären dann jpeg-Bild und Info-Text hilfreich.
Zwischen z.B. Konzert-, Film- oder Theateraufführungen wird es immer auch Vortragseinsätze geben, um die 3falts-Idee aber auch z.B. zum Projekt „Artothek Hamburg“ die Öffentlichkeit zu informieren.

Hintergrund:
Da das Gebäude in einem Stadtteilentwicklungsgebiet liegt, wäre bei erfolgreicher kultureller Erkundung und –dokumentation eine weiterführende Finanzierung von Bau- und Kultur- Arbeiten möglich.
Dann käme der Antrag auf Nutzungsänderung und bei erfolgreicher Stattgabe wären ab Herbst Einzelprojekte regelmäßig wünschenswert und machbar, um weiter auch bauliche und technische Notwendigkeiten auszuloten (Barrierefreiheit, Denkmal-, Brand-Schutz und Energiesparmaßnahmen).
Die SuedKultur-Initiative hat mit jährlichen Projekten wie der MusicNight oder SuedLese-
Literaturtagen weitreichende Erfahrungen in kooperierenden Veranstaltungsprojekten.
Das Kirchengebäude und der Standort gilt historisch als wesentl. Identitätspunkt der Harburger Geschichte als einst eigenständiger Stadt. Örtliche Historiker*innen werden sich hier dem Wissen darüber annehmen und der Denkmalschutz wird würdevoll beachtet. Eine Artothek zum Leihen regionaler Kunst, ein größerer Ausweichraum für Musik, Theater, Tanz und Film fänden hier Einzug und würden der akuten Raumnot in Teilen Abhilfe schaffen.
Kurzum: ein bezahlbarer Kultur-Ort von und für Harburg und mit einer mittleren Veranstaltungsgröße soll real werden!

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