Was kümmert ihn sein religiöses Gerede, wenn er Elmire (Lisa Hagmeister), die Frau seines Gönners, endlich erobern kann? Tartuffe (Jörg Pohl) wähnt sich am Ziel. Foto: Armin Smailovic

Er ist ein scheinbar Frommer, der sich als Betrüger erweist und eine Familie zerstören will: Tartuffe. So dramatisch der französische Dichter Molière (1622 bis 1673) die Handlung auch konstruiert hat, so komisch erweist sich das Theaterstück. Spannung und Sinn für Humor zeichnet auch die Inszenierung des Regisseurs Stefan Pucher am Thalia Theater aus. Das Elbe Wochenblatt verlost drei Mal zwei Karten für die Aufführung am Sonnabend, 30. Juni.
Die betagte Madame Pernelle und ihr wohlhabender Sohn Orgon sind dem angeblich so außergewöhnlich gläubigen Tartuffe verfallen. Dies geht so weit, dass der Hausherr dem religiösen Heuchler seine Tochter Mariane zur Frau geben will, obwohl sie bereits verlobt ist. Doch das zählt für den Vater ebenso wenig wie Tartuffes Gelüste nach Elmire: Orgon will nicht glauben, dass der „Heilige“ seiner Frau nachstellt. Lieber enterbt er Sohn Damis, der ihn vor dem Frömmler warnt, und überträgt dem Mann Gottes sein gesamtes Vermögen.

Die dritte „Tartuffe“-Version genehmigte der König

Tartuffe scheint all’ seine Ziele zu erreichen, als er Elmire endlich innig umarmen darf – doch auf ihre Bitte hin hatte sich Orgon im Zimmer versteckt. Dieser stellt den Scheinliegen zur Rede, der neue Hauseigentümer aber verweist die gesamte Familie des Hauses. Erst ein Bote des Königs bereitet dem Treiben ein Ende – Tartuffe wird als notorischer Betrüger verhaftet.
Auch im realen Leben erwies sich das Königshaus als Retter: Molières erste beiden Fassungen der Komödie wurden auf Betreiben der katholischen Kirche verboten. Ludwig der XIV. genehmigte schließlich die dritte „Tartuffe“-Version, die bis heute gespielt wird.
Die Hamburger Aufführung stieß auf viel Zustimmung bei Publikum und Presse. So schrieb nachtkritik.de: „Diese Bühne spiegelt eine durch und durch theatrale Gesellschaft, in der sowieso so gut wie nichts und niemand mehr so wirklich echt ist.“ Fazit: Dem Regieteam gelinge „eine große Show“.
Wer sich davon kostenlos überzeugen möchte, sendet bis Montag, 4. Juni, eine Postkarte an: Elbe Wochenblatt, Stichwort: „Gewinne: Tartuffe“, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg. Oder eine E-Mail mit dem gleichen Betreff an post@
wochenblatt-redaktion.de – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

❱❱ Tartuffe
Thalia Theater
Alstertor
di und sa, 19. und 30. Juni
jeweils um 20 Uhr
Tickets von 7,50 bis 52 Euro
unter Tel. 32 81 44 44 oder www.thalia-theater.de

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