Nach dem Weggang von Maike Mahlstedt (r.) bilden Svenja Drifte (Mitte) und Isabelle Brauner (l.) das Team von „Nachbarschaft AHOI“ Foto: ww

W. Wittenburg, Süderelbe
Sechs Monate lang bot die Aktion „Nachbarschaft
AHOI“ in Neuwiedenthal einen „Begleitservice für Senioren“ an. Jetzt wurde das Projekt still und leise eingestellt. Warum lief die gut gemeinte Idee so schlecht? Das Wochenblatt hat nachgefragt.

Worum ging es in dem Projekt? Wenn ältere Menschen eine Veranstaltung im Stadtteil besuchen möchten, kann der Weg ein Problem sein, vor allem abends und in der dunklen Jahreszeit. Der „Begleitservice“ sollte helfen.

Wer hat sich das Projekt ausgedacht? „Eine Seniorin aus dem Stadtteilbeirat Neuwiedenthal wollte gegen ein Taschengeld eine Begleitperson für den Hin- und Rückweg und hatte beim Jugendcafé Neuwiedenthal danach gefragt“, erläutert Quartiersentwicklerin Maike Mahlstedt, die das AHOI-Team bis vor kurzem leitete. „Unsere im Dezember 2016 gestartete Aktion ‘Nachbarschaft AHOI’ fand die Idee gut und übernahm die Vermittlung von Suchenden und Begleitung.

Wie wurde der Service angenommen? Gar nicht. Nur die Dame aus dem Stadtteilbeirat wurde einmal begleitet.

Was hat das Ganze gekostet?
Der Stadtteilbeirat hat den die „Neuwiedenthaler Kulturbegleitung“ mit 220 Euro gefördert. Das Geld wurde aber nicht in Anspruch genommen und ging zurück in den Verfügungsfonds.

Warum ist der Begleitservice geflopt? Maike Mahlstedt hat zwei Vermutungen: „Vielleicht war die Hemmschwelle zu groß, denn wir konnten es zeitlich und personell leider nicht ermöglichen, dass sich Suchende und Begleitung zuvor kennenlernen. Und ich denke auch, dass der ,Begleitservice‘ nicht den Weg in die Köpfe der Menschen gefunden hat.“

Für die Nachbarn
Nachbarschaft AHOI steht für „Aktive Hilfe Organisiert Informiert“. Gerade hat der Träger der Aktion gewechselt: Bisher war die Nachbarschaftsinitiative bei der Wohnungsbaugesellschaft SAGA angedockt. Jetzt hat das Deutsche Rote Kreuz übernommen und „Nachbarschaft AHOI“ für die kommenden drei Jahre abgesichert.
„Nachbarschaft AHOI“ trifft sich an jedem vierten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Striepensaal, Striepenweg 40. Jeder kann mitmachen.

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