Am Sehbehindertentag wird die Vierländer Kate im Altonaer Museum – hier bei einem Vorbereitungstreffen – quasi „unter die Lupe“ genommen. Foto: pr

Zum bundesweiten Sehbehindertentag am 6. Juni haben auch zwei Museen im Hamburger Westen besondere Veranstaltungen im Programm: Das Altonaer Museum und das HSV-Museum beteiligen sich an der Aktion des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg.
Wer nicht gut sehen kann, hat oft nicht viel von einem Museumsbesuch: Die Exponate stehen in Glasvitrinen, dürfen nicht berührt werden, Infos sind klein geschrieben, die Räume abgedunkelt. Am Montag, 4. Juni, ist das im Altonaer Museum, Museumsstraße 23, anders: Um 14 Uhr startet eine Führung durch die Vierländer Kate, bei der die Objekte genau beschrieben werden. Manche können auch ertas-tet werden. Wer mitgeht erfährt viel über das bäuerliche Leben in früherer Zeit: Wie sah der Alltag in einem Bauernhaus mit offener Feuerstelle, wenigen Bauernstuben und engen Alkoven aus? Interessant sind außerdem Werkzeuge und die Architektur der Kate.
Anschließend laden die Verantwortlichen der Ausstellung alle Teilnehmer zum Workshop von 15.30 bis 17 Uhr ein: Dann soll darüber gesprochen werden, wie das neue Konzept der Vierländer Kate bei den Besuchern ankommt.
Im HSV-Museum, Sylvesterallee 7, ist richtig, wer sich über die glorreichen Zeiten der Rothosen informieren möchte. Für zehn sehbehinderte Besucher wird eine besondere Führung am Freitag, 8. Juni, um 14 Uhr angeboten.
„Gemeinsam weiter sehen“ lautet das Motto des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg. Der bundesweite Sehbehindertentag wurde 1989 eingeführt, um auf deren besonderen Bedüfnisse aufmerksam zu machen. Laut Verein wünschen sich Sehbehinderte nicht nur Erklärungen zum Anhören und Tastmodelle in Museen, sondern auch geeignete Internetseiten, Infos in Großschrift, kontrastreiche, übersichtliche Ausstellungen und gut beleuchtete Räume.
Die Führungen sind kostenlos, es ist nur der Eintritt ins Museum zu zahlen. Anmeldungen nimmt Melanie Wölwer (Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg) unter Tel. 20 94 04 29 oder per E-Mail an m.wölwer@bsvh.org an.

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