Der orangefarbene Riesenzylinder schwebt über dem Aurubis-Werksgelände. Foto: pr

WILHELMSBURG. 250 Tonnen schwer, 18 Meter hoch und ein Außendurchmesser von sechs Metern: Mit einer spektakulären Aktion ist das „Herz“ der Fernwärmeerzeugung für die östliche Hafencity – ein so genannter „Zwischenabsorber“ – an seinen endgültigen Platz auf dem Aurubis-Werksgelände gehoben worden. In diesem zylindrischen Behälter entsteht die Wärme, mit der der Stadtteil bald beheizt werden soll. Vorteil: Es wird so gut wir kein klimaschädliches Kohlendioxid CO2 freigesetzt.
Die Fernwärmelieferung ist das gemeinsame Projekt von Aurubis und des Energieversorgers Enercity. In dem orangefarbenen Riesenzylinder wird bei Aurubis Schwefeldioxid – ein Nebenprodukt der Kupferhersetllung – zu Schwefelsäure umgewandelt und dabei Wärme freigesetzt. Die wird ab Spätsommer als warmes Wasser über eine kilometerlange Fernwärmeleitung in die östliche Hafencity transportiert. Die Leitungen werden gerade gebaut.

Chemische Reaktionen bei höherer Temperatur

Um die Wärme für die Hafencity nutzen zu können, lässt Aurubis die chemischen Reaktionen im Zwischenabsorber „zukünftig bei höheren Temperaturen ablaufen“, erklärt Christian Hein, der das Fernwärmeprojekt bei Aurubis leitet. „Darum mussten wir diesen Anlageteil neu konzipieren und austauschen.“ Unter anderem wurden über 50.000 besonders säure- und hitzebeständige Keramiksteine in den Behälter eingemauert.
Die industrielle Abwärme, die Aurubis an Enercity liefern wird, ist nahezu ohne CO2 erzeugt worden. So kann der Ausstoß von 20.000 Tonnen des klimaschädlichen Gases vermieden werden. Außer der Fernwärme-Erzeugung reduziert Aurubis den Erdgasverbrauch für die Dampferzeugung auf dem Werksgelände. PÖP

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