Was kommt nach der maroden Köhlbrandbrücke? Ein Tunnel? Foto: Hafen HH/ Michael Lindner

Die Hafenverwaltung Port Authority HPA will in den kommenden Jahren ordentlich in-vestieren: Bis zu 200 Millionen Euro sollen in die Sanierung von Brücken, Tunneln und Technik investiert werden. Derzeit gibt es drei Straßen- und Fußgängertunnel sowie 147 Brücken im Hafen, davon 105 feste Eisenbahn- und Straßenbrücken, fünf Fußgängerbrücken, neun sonstige und elf bewegliche Brücken, weiß Wikipedia. Viele von ihnen sind in die Jahre gekommen. Auch das Internet soll ausgebaut werden. Derzeit testet die Hafenverwaltung den neuen schnellen Kommunikationsstandard 5G. Diese Bauwerke bringt HPA jetzt auf Vordermann:

Die Retheklappbrücke – Europas größte Dollelklapp-brücke – ist schon fertig, die 1934 gebaute alte Hubbrücke wird im Sommer abgebaut. Straßen- und Schienenverkehr rollen nun getrennt voneinander über zwei separate Brücken. Jetzt können auch die Großen Pötte ohne Einschränkungen durchfahren.

Der Bau der 110 Meter hohen Neuen Bahnbrücke Kattwyk ist fortgeschritten. Unübersehbar sind bereits die beiden Strompfeiler, die im Boden versenkt werden und später als Fundamente für die beiden Pylone dienen. Dazwischen wird ein 133 Meter langes Hubteil eingebaut. Auch hier wird der Auto- und Bahnverkehr getrennt: In Zukunft müssen Autos nicht mehr warten, wenn ein Zug die Brücke passiert. 2020 soll alles fertig sein.

Die 1974 eingeweihte Köhlbrandbrücke ist so marode, dass sie ab 2031 nicht mehr wie bisher befahren werden darf. Schon seit 2012 gilt deswegen ein Überholverbot für Lastwagen. In den nächsten Jahren könnten Spuren gesperrt und Schwerverkehr verboten werden. Außerdem ist die Brücke mit 53 Metern Durchfahrtshöhe zu klein für die neuen Containerriesen. Ob dann ein Tunnel oder eine Brücke kommt, wird im Herbst entschieden. Aktueller Stand der Überlegungen: Beides ist technisch möglich.

In der Klütjenfelder Straße und am Reiherstieg Hauptdeiches plant HPA ab Ende 2018 den Neubau der Veddelkanalbrücken und den Bau eines Straßendamms im Bereich der ehemaligen Ernst-August-Schleusenbrücke. Dann drohen mehrmonatige Vollsperrungen für den Autoverkehr.

Die Gute Nachricht zum Schluss: Die Sanierung der Oströhre im St. Pauli Elbtunnel befindet sich auf der Zielgeraden. Sie wird wird Anfang 2019 freigegeben. Jetzt laufen noch der Wiederaufbau von Fahrbahn, Brandschutzeinrichtungen und Leitungen. Die Weströhre soll ab Sommer 2019 saniert werden.

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