„Das Leben ist ein Geschäft. das nicht die Kosten deckt.“
Der Hamburger Maler, Detlef Klein, betitelt seine Ausstellung im hit-Technopark mit einem Zitat aus dem Hauptwerk von Arthur Schopenhauer und verweist so auf einen inhaltlichen Schwerpunkt, ein wiederkehrendes Sujet seiner Bilder.
Mitunter kopflos – in Kostüm und Anzug – zeigen seine Figuren bekannte Dresscodes oder eine charakteristische Gestik und Körperhaltung. Verschränkte Arme und übereinandergeschlagene Beine visualisieren diese Attitüde und signalisieren dem Gegenüber eine gewisse Überlegenheit. Persiflage und Zitat werden mit bildnerischen Mitteln eingesetzt, und die Titel der Gemälde sind eindeutig. Figürlicher Realismus wird bei Detlef Klein zu einem „euphorischen Realismus“ weiterentwickelt, der durch den Verzicht auf Gesichtszüge und individuelle Merkmale der Figuren Neutralität und gleichzeitig emotionale Gestimmtheit würdigt.
Detlef Klein malt mit Acryl auf Leinwand und verwendet zur Verstärkung des Maluntergrundes mitunter gemusterte Tapeten und Gipsbinden, die Muster und Stoffanmutung als Hintergrund sein können oder figürliche Details definieren.
Beispielhaft für die verwendete Zitiertechnik ist das Bild mit dem Titel „Niederländischer Personenschützer/ Mütze: Jan van Eyck“. Hier verarbeitet Detlef Klein ein Detail aus dem Originalgemälde (1433) von Jan van Eyck – den roten Turban – und verändert die Portraitansicht in eine Ansicht von hinten mit voluminösem Hinterkopf und dem charakteristischen Merkmal eines Personenschützers, dem Headset. Der niederländische Bezug im Titel erinnert an den Hauptvertreter der niederländischen Renaissance des Spätmittelalters, Jan van Eyck. Er malte als einer der ersten Künstler Selbstportraits und setzte durch den roten Turban ein ikonographisches Zeichen. Ein Zeichen, das auch in unserer modernen Welt erkannt wird und durch eben dieses Wiedererkennen ganz besonders wirkt.
Die Ausstellung von Detlef Klein ist bis zum 29. Juni 2018, Mo – Fr, 8:30 – 16:30 Uhr, auf zwei Etagen zu sehen.

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