Viel los im Hamburger Hafen: Nach einem turbulenten Start am Donnerstag begeisterte der 829. Hafengeburtstag bis Sonntag bei überwiegend sonnigem Wetter 1,3 Million Besucher. Vom 10. bis zum 13. Mai präsentierte das größte Hafenfest der Welt vor der schönen Kulisse des Hamburger Hafens ein abwechslungsreiches maritimes Programm für Jung und Alt.

Umrahmt von der großen Einlaufparade am Donnerstag und der großen Auslaufparade am Sonntag erlebten die Besucher des Hafengeburtstag ein maritimes Programm. Rund 300 schwimmende Gäste von majestätischen Windjammern und liebevoll restaurierten Museumsschiffen über elegante Kreuzfahrtschiffe bis hin zu modernen Einsatzfahrzeugen liefen den Hafen an. Viele von Ihnen konnten im Rahmen von Open Ship Aktionen besichtigt werden.

Rund 90.000 Menschen nutzten die Gelegenheit für einen Besuch an Bord. Besonders beliebt waren die Großsegler Sedov, Kruzenshtern, Mir und Alexander von Humboldt II sowie Marine- und weitere hochmoderne Einsatzschiffe. Zu den Programm-Highlights zählten auch das Schlepperballett, die Showfahrten historischer Schiffe, Seenot-Rettungsübungen und die unter der Schirmherrschaft von Senator Horch stehenden HafenCity Championships im Grasbrookhafen mit spannenden Drachenbootrennen und Segelregatten.

Festival-Charakter verbreiteten die zahlreichen Bühnen mit kostenloser Live-Musik von Rock und Pop über Jazz und Swing bis hin zu Punk und Shantys. Auch die Museen in der  Speicherstadt und in der HafenCity beteiligten sich mit Sonderausstellungen und Aktionen am größten Hafenfest der Welt. Darüber hinaus gab es zahlreiche Führungen und Ausstellungen auf der gesamten Veranstaltungsfläche, unter anderem zur Geschichte des Hamburger Hafens.

Rund 350 Standbetreiber boten kulinarische Genüsse aus aller Welt an und ließen mit ihren Fahrgeschäften die Herzen besonders der Kinder höher schlagen. Mehrere Märkte präsentierten Kunsthandwerk und maritime Souvenirs. Das neue maritime Kinderfest mit den Hafen Piraten auf der Michelwiese fand großen Anklang bei Familien mit Kindern.

Weniger erfreulich: Am Sonnabend hatten Vertreter des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) während des Hamburger Hafengeburtstags an den Landungsbrücken punktuelle Messungen der Luftqualität durchgeführt. Dabei wurden hohe Konzentrationen gesundheitsgefährlicher ultrafeiner Partikel festgestellt. Die Luft an den Anlegern der Landungsbrücken war mit Konzentrationen um 200.000 Partikeln pro Kubikzentimeter besonders dreckig. Am Hafentor im Portugiesenviertel waren es immer noch 20.000 Partikel pro Kubikzentimeter. Eine Vergleichsmessung der Hintergrundbelastung zeigte in den Wallanlagen 5.000 Partikel pro Kubikzentimeter.

An viel befahrenen Straßen wie dem Nekartor in Stuttgart oder an der Hamburger Habichtstraße werden in Hochzeiten um die 10.000-30.000 Partikel registriert, an der Außenalster oder in Planten un Blomen dagegen nur etwa 5.000 Partikel pro Kubikzentimeter. Die Luft am Hafen ist mehrfach stärker belastet als an viel befahrenen Straßen. „Die Freude am Hafengeburtstag wird durch Schiffsabgase vergiftet. Im Straßenverkehr ist es längst verboten, derart dreckige Abgase auszustoßen“, so Alexander Porschke, 1. Vorsitzender des Nabu Hamburg.

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