So soll’s mal aussehen: Das Wohnhochhaus Benittstraße 25 aus Südwesten gesehen. Ansicht: ABJ.Planungsgesellschaft mbH

Die Baugenossenschaft Finkenwärder-Hoffnung beginnt noch im Frühjahr damit, ihr Wohnhochhaus Benittstraße 25 energetisch auf Vordermann zu bringen. Dadurch soll weniger Energie verbraucht und weniger Kohlendioxid freigesetzt werden. Bis Ende des Jahres will man alles erledigt haben. Die Modernisierung wird 2,3 Millionen Euro
kosten, teilte die Baugenossenschaft mit. Die Mieten werden dadurch zwar steigen, aber „alles in sehr moderatem Rahmen“, sagt der technische Leiter Hartwig Främcke.
Das achtstöckige Haus prägt die Ansicht des Finkenwerder Zentrums seit fast 60 Jahren: Ende der 50er Jahre wurde es gebaut, 1960 wurden die 23 Wohnungen bezogenen. Das Architekturbüro ABJ wurde jetzt beauftragt, den Energieverbrauch in dem Gebäude zu senken. Dafür wird unter anderem ein Wärmedämmverbundsystem aus nicht brennbarer Mineralwolle angebracht. Davor soll eine schicke Fassade aus so genannten „Klinkerriemchen“ montiert werden, die den historischen Charme der 50er-Jahre vertreibt. In Zukunft wird man dann wieder eine – nun modernisierte – rote Backsteinfassade sehen. Das ist so mit der Stadt Hamburg abgesprochen.
Dazu gibt’s neue Balkone. Außerdem wird der Hauseingang komplett erneuert und die Briefkastenanlage nach außen verlegt. Der noch aus dem Baujahr stammenden Aufzug wird durch einen neuen ersetzt, Betonteile saniert. Neue Fenster sollen den Mietern mehr Schutz vor Lärm bieten.
Für die Bewohner brechen während der Bauarbeiten aber erstmal schwierige Zeiten an. Damit auch ältere oder gehbehinderte Mieter Besorgungen und Arztbesuche machen können, auch wenn es zeitweise keinen Aufzug gibt, hat die Baugenossenschaft während der Modernisierungszeit beim Arbeiter Samariterbund ASB Finkenwerder Hilfe organisiert: Bedürftige Bewohner werden auf Wunsch bei Arztbesuchen oder Einkäufen und ähnlichen Besorgungen auf Kosten der Baugenossenschaft unterstützt.
Die Baugenossenschaft Finkenwärder-Hoffnung hat rund 2.700 Mitglieder. Ihr gehören 2.100 Wohnungen im Hamburger Süden.

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