Das soziale Engagement der Stiftung und gleichartige Verpflichtungen von Lehrkräften des Hamburger Schulsystems, haben dazu geführt, dass durch eine Begegnung mit Schülern einer Bildungseinrichtung, in diesem Falle des ATh-Gymnasium in Stellingen, ein Defizit in der kulturellen Vielfalt von Hamburg offenbar wurde, obwohl unsere Stadt, gerade in den kulturellen Bereichen, weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen zu finden ist.

Begegnungen zwischen Generationen als Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander zwischen Alt und Jung und der Umgang miteinander sollen gefördert werden um einem Vergessen der Geschichte vorzubeugen. Erzählte Erlebnisse, mit der Möglichkeit zu Nachfragen an Mitbürger, welche zeitlich näher an Ereignissen dran waren, sind etwas anderes, als viele Einheiten in Unterrichten. Das hat die Stiftung erlebt und über die Begeisterung von den Schülern über die Begegnungen mit ihren Senioren haben sich viele gefreut! Über die Botschaften, die dadurch weiter getragen werden konnten, ebenso sehr.

Geplant sind nunmehr Erinnerungen aus dem Leben der Mitbewohner zu sammeln, diese in vorlesbare Formen umzusetzen und in geeignete Rahmen für Veranstaltungen vorzubereiten. Auch Ereignisse außerhalb der Bewohnerschaft der Stiftung, welche es verdienen, werden dabei berücksichtigt. Diese Aktionen sollen in interaktiven, in paritätischem Miteinander, gestaltet werden und offen sein für alle Interessierten, also auch von anderen Schulen und für Senioren außerhalb der Diesterweg-Stiftung.

Die Heimleitung und geschlossen auch die sozialen Betreuungskräfte der Stiftung haben, trotz knapper monetären Mittel, ein sehr gutes Kulturprogramm möglich gemacht. Dabei wurde eine hohe Motivation zum Mitwirken und zur Mitgestaltung an den Programmteilen ermöglicht. Nun soll die erkannte kulturelle Lücke kostengünstig geschlossen werden. An Stoff mangelt es nicht: Denken wir nur an die Flut von 1962 – viele Bewohner waren dabei, als Geschädigte oder Helfer, zum Teil noch sehr jung an Jahren! Denkt man an ein Leben als Kind direkt neben einem Konzentrationslager und mit Begegnungen von dessen Insassen oder denkt man an die Fußball-Weltmeisterschaft von 1954 in der Schweiz, die auch in Hamburg Spuren gezeigt hat! Mit der Vorbereitung und großen Teilen der Organisation ist die kulturelle Arbeitsgruppe der Stiftung, das „Diesterweg-Kleeblatt“ beauftragt. Es ist an der Zeit für Zeitzeugen!

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