SPD-Abgeordnete Anne Krischok: „Die Landstromanlage in Altona wird in diesem Jahr kostendeckend arbeiten.“

Schon 12mal hat die AIDA-Sol seit dem Beginn des Regelbetriebes an der Landstromanlage angedockt und sich mit Ökostrom versorgen lassen. Neun Mal wurde sie sogar komplett mit diesem Strom versorgt und konnte die Dieselgeneratoren abschalten. Dadurch wurden weniger schädliche Abgase freigesetzt.

„Die Aida Sol plant für dieses Jahr schon 22 feste Termine an der Landstromanlage, und auch andere Kreuzfahrtschiffe wollen diese Anlage testweise ansteuern. Das ist eine gute Nachricht für Hamburg und die Umwelt, wenn die Landstromanlage in Altona immer öfter genutzt wird. Das heißt aber auch, dass emissionsfreie Liegezeiten im Hafen möglich sind“, freut sich Anne Krischok, Mitglied im Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft. Gut sei auch, dass die Landstromanlage in Altona in diesem Jahr erstmalig aus den roten Zahlen kommt.

Für den Hamburger Hafen und für Altona bedeutet dies konkret bessere Luft – weniger Stick- und Schwefeloxide, Feinstaub und Kohlendioxid – und weniger Lärm. Durch die Landstromanlage bekommen die hier liegenden Kreuzfahrtschiffe nun während ihrer Liegezeit Ökostrom aus der Steckdose. Während dieser Zeit können die luftverschmutzenden Dieselgeneratoren abgeschaltet werden.

Der Einsatz von Landstrom ist sehr wichtig, um die Luftverschmutzung in Häfen zu reduzieren. Daher begrüßt Anne Krischok, dass auch der Bund hier tätig werden will: „Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD wurde vereinbart, Landstrom flächendeckend für die deutschen Häfen zur Verfügung zu stellen. Die Bunderegierung wird sich darüber hinaus für eine europaweit einheitliche Nutzungspflicht einsetzen. Hamburg ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen.“ Sie räumt aber ein, dass „wir uns in Hamburg nicht auf unsere Erfolge ausruhen können, sondern dafür sorgen müssen, dass viele andere Schiffe vermehrt Landstrom und emissionsfreie Energie während ihrer Liegezeit nutzen“, betont Anne Krischok.

Normalerweise produzieren Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit ihrem Dieselantrieb Elektrizität für die Einrichtungen an Bord, zum Beispiel Küchen, Licht, Wasserversorgung oder das Unterhaltungsprogramm der Gäste. Dadurch komme es allerdings zu einer Belastung der Luft mit Schadstoffen, unter denen durch Ablagerungen nicht nur die Fassaden der Gebäude leiden, so Anne Krischok abschießend. In letzter Konsequenz gehe diese Praxis zu Lasten der Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner des Hafens.

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