Das Schreckszenario totaler Überwachung, Diktatur und Hetze, das George Orwell in seinem Roman „1984“ entwarf, bildet den Ausgangspunkt von Mathias Richlings neuem Programm „Richling und 2084“. Foto: LANjU Design

Dieses Werk wurde zum Schlüsselroman, zur Warnung vor totalitärer Überwachung, Diktatur und Propaganda: „1984“. 70 Jahre nachdem George Orwell seine Anti-Utopie verfasst hat, setzt sich der Kabarettist Mathias Richling mit dem Roman des Briten auseinander und hat dabei, wie einst der Schriftsteller, auch die Gegenwart im Blick. „Richling und 2084“ heißt das Programm des Stuttgarters, welches er im Rahmen des 30. Hamburger Kabarettfestivals im St. Pauli Theater (siehe Infotext) aufführt. Das Elbe Wochenblatt verlost drei Mal zwei Karten für die Aufführung am Freitag, 25. Mai.

Schreckensfigur „Großer Bruder“ als TV-Unterhaltung

So sehr Besucher von Mathias Richling, beispielsweise bei seinen humorvoll-kritischen Gesellschaftsanalysen und Parodien, auch ihr Zwerchfell trainieren können – diesmal dürfte einem auch mal das Lachen im Halse stecken bleiben. So etwa, wenn aus 1984 zitiert wird: „Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich.“
Richling selbst analysiert: „George Orwells literarische Utopie ist längst von der politischen Realität überholt worden, etwa in Bezug auf den Überwachungsstaat.“ Der „Große Bruder“ schrecke niemanden mehr, er sei zur TV-Unterhaltung verniedlicht worden. „Zeit also, sich mit 2084 zu beschäftigen.“
Wie Orwell will der 65-Jährige von der Gegenwart auf die Zukunft schließen, fragt dabei gleichzeitig, wie „zukunftstauglich“ Politiker wie Angela Merkel seien. Und will wissen, in welchen Abgrund „Machtbesessene“ wie Donald Trump, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdoğan die Welt führen. Hierfür mache es Sinn, „die Geisteshaltung dieser Demagogen bis ins Kenntliche zu karikieren“.
Wer kostenlos humorvoll-kritische Einblicke in Gegenwart und Zukunft gewinnen möchte, sendet bis Montag, 7. Mai, eine Postkarte an: Elbe Wochenblatt, Stichwort: „Mathias Richling“, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg. Oder eine E-Mail mit dem Betreff „Gewinne: Mathias Richling“ an post@wochenblatt-redaktion.de – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

❱❱ Mathias Richling
St. Pauli Theater
Spielbudenplatz 29-30
fr-mo, 25. bis 28. Mai
jeweils 19.30 Uhr
Tickets für 17,80 bis 35,40 Euro unter Tel. 47 11 06 66 oder www.st-pauli-theater.de

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