25 Jahre „Früchtchen“: Kita-Leiterin Renate Tollkühn mit Erzieher Johannes Groos. Foto: cvs

Den Platz zwischen den gemütlichen Sesseln, den Büchern und den Bastelsachen nennen sie „Das Rund“. Handwerker haben hier, in der Eingangshalle der Kita „Früchtchen“ in der Fruchtallee, quasi ein neues Zimmer geschaffen, das mit seinen geschwungenen Formen ein bisschen an einen Hundertwasser-Bau erinnert. Kinder können sich hierhin zurückziehen, wenn sie schmökern oder ihre Ruhe haben wollen. „Ein Raum im Raum“, sagt Kita-Leiterin Renate Tollkühn. „Auf die Weise konnten wir das Durchgangszimmer optimal nutzen.“
Unter den Kitas im Stadtteil und auch in ganz Hamburg nimmt das „Früchtchen“, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, eine kleine Sonderstellung ein: Denn die Einrichtung an der vielbefahrenen Fruchtallee legt viel Wert auf selbstständiges Lernen, hat einen überdurchschnittlichen Betreuungsschlüssel und verfügt nicht zuletzt – und für Eimsbüttel nicht selbstverständlich – über eine eigene Außenfläche mit Spielplatz und Gemüsegarten.

120 Quadratmeter zum Spielen an der frischen Luft

„Der Außenbereich ist für uns wie ein Sechser im Lotto“, sagt Tollkühn. Mit rund 120 Quadratmetern ist das Gelände zwar nicht besonders groß, doch es wird bis in den letzten Winkel ausgenutzt: Zur Verfügung stehen ein Spielhaus und einen Sandkasten, Kinder können auf dem Erdboden herumtoben, der mit hautfreundlichen Holzhackschnitzeln ausgestreut ist. In den Beeten werden Kräuter, Gurken und Erdbeeren gezogen.
Die Kita betreut derzeit 37 Kinder, von denen 15 in der Krippengruppe bis drei Jahre und 22 in der Elementargruppe unterkommen. Auffällig ist die Vielzahl an Holzgegenständen. Seit kurzem gibt es eine rund 1,30 Meter hohe „Baumhöhle“, die aus verleimtem Buchenholz besteht und so glattpoliert ist, dass man sie immer wieder anfassen möchte. Statt vorgefertigtem Spielzeug bietet die Kita ihren Zöglingen lieber Garnrolle und Schlüsselbund zum Ausprobieren und Kennenlernen an. Die Fantasie soll angeregt werden. „Jeder Vater und jede Mutter wissen, wie gerne Kinder die Töpfe aus dem Küchenschrank herauskramen, um damit zu spielen“, sagt Tollkühn.
Vor rund zehn Jahren hat die Kita zwei „Filialen“ bekommen, die sich in der Sillemstraße und am Langenfelder Damm befinden. Für ihre pädagogische Arbeit wurde die Einrichtung bereits einmal für den Hamburger Bildungspreis nominiert.

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