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Seit sieben Jahren herrscht Krieg in Syrien. Was als Aufstand gegen die Unterdrückung durch das Regime Bashar Al-Assads begann, hat sich mittlerweile zu einer Gemengelage entwickelt, die an den Dreißigjährigen Krieg erinnert. Scheinbar kämpfen alle gegen alle, in ständigen wechselnden Bündnissen. Der Begriff Bürgerkrieg trifft die Lage auch nicht mehr, denn so ziemlich alle Welt- und Regionalmächte sind in irgendeiner Weise in diesen Krieg verwickelt. Seien es Russland und Iran, die durch systematischen Terror gegen die Zivilbevölkerung dem Despoten Assad dabei helfen im Amt zu bleiben, seien es die Golfstaaten, die Rebellenarmeen unterstützen, sei es die Türkei, die der kurdischen Selbstverwaltung im Norden Syriens den Krieg erklärt hat, oder sei es Israel, das durch iranische Revolutionsgarde und Hisbollah in seiner Existenz bedroht wird. Völlig unklar dabei ist, was in Zukunft die Rolle der USA sein wird, da derzeit allerhand widersprüchliche Signale aus Washington zu vernehmen sind. Wie nah hierbei Syrien an Deutschland gelegen ist, sollte spätestens seit der Fluchtwelle von 2015 jedem bewusst sein.

Über diese und andere Themen – wie etwa die Erdoganisierung der Türkei, die Aufstände im Iran, der Bürgerkrieg im Jemen oder die Unabhängigkeitsbestrebungen in Irakisch-Kurdistan – wird am 4. Mai Thomas von der Osten-Sacken sprechen. Thomas von der Osten-Sacken ist seit Jahrzehnten als Publizist zum Thema Naher Osten tätig. Er schreibt unter anderem für die Jungle World, Die Welt und taz. Außerdem ist er Geschäftsführer des Vereins WADI e.V., der als Hilfsorganisation vor allem in der Autonomen Region Kurdistan tätig ist. Eingeladen wurde er vom Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend Solid. Die Veranstaltung findet statt am 4. Mai um 19 Uhr im Klabauter Theater, in der Jungestraße 7a.

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