Auf der Terrasse des „Café Elio“ : Andrea Hoi, Stadtteildiakonie Bahrenfeld, Diakon Nils Baudisch, Luthergemeinde Bahrenfeld, Melanie Tschechne, Bundesfreiwilligendienst, verantwortlich für den Cafébetrieb (v.l.). Foto: cornelia strauss

Horst Baumann, Bahrenfeld
In Bahrenfeld entsteht ein neuer Treffpunkt. Auf zwei LKW-Anhängern steht in der Regerstraße 37 das Café Elio. Ein ruhiger Ort in der Großstadt. Nebenan, ebenfalls auf Rädern gebaut, steht ein farbenprächtig bemaltes LKW-Büro. Dort ist die neue Stadtteildiakonie Bahrenfeld und hat der Diakon der Luthergemeinde, Nils Baudisch, sein Büro. Andrea Hoi, Sozialpädagogin der Stadtteildiakonie, bietet hier qualifizierte Sozialberatung für alle Menschen im Stadtteil an: „Wir unterscheiden nicht zwischen Bahrenfeldern und Geflüchteten. Das Angebot ist offen ist für alle.“
Bahrenfelder und neu hinzugezogene Geflüchtete hätten ähnliche Sorgen: „Alle werden beraten bei Fragen der Existenzsicherung, der Schulen und Ausbildung, bei Spracherwerb und Behördengängen.“

Schräg gegenüber steht die Kleiderkammer

Baudisch von der Lutherkirchengemeinde Bahrenfeld engagiert sich in der lokalen Flüchtlingsarbeit: „Bahrenfeld ist der Stadtteil Hamburgs mit dem größten Anteil geflüchteter Menschen. Acht Wohnunterkünfte gibt es in Bahrenfeld, und auch das ist in Hamburg Rekord“, sagt Nils Baudisch. Der Name „Café Elio“ hat eine Bedeutung: „Elio ist der Name eines Kindes aus einer Flüchtlingsfamilie, die aus Hamburg abgeschoben wurde.“
Baudisch bringt lokale Gruppen und Hamburger Einrichtungen zusammen: Eine Kleiderkammer steht schräg gegenüber von Café Elio, gemeinsam verwaltet von Bahrenfeldern und geflüchteten Menschen.
Im April folgt die Eröffnung von Café Elio. „Es ist ein Staffelprojekt“, sagt Baudisch: „Jeweils zwei deutsche und zwei geflüchtete Menschen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren arbeiten hier im Tandem, unter der Leitung eines Baumeisters, der von der Luthergemeinde als dem Träger des Bauprojektes gestellt wurde.“
Finanziert hat das Bauprojekt der Verein „Andere Zeiten“, die Nordkirche und der Bezirk Altona. Die Inneneinrichtung des 40 Quadratmeter großen Cafés, ebenfalls in hellem Holz gehalten, ist eine Spende des Lions Club Altona und des Quartiersbeitrat Bahrenfeld. Hinter der Theke, ebenfalls selbst gezimmert, versorgt Melanie Tschechne vom Bundesfreiwilligendienst mit fair gehandeltem Kaffee und Kuchen die Gäste.

❱❱ Café Elio, Regerstraße 37, di bis do 10 – 18 Uhr.

Stadtteildiakonie Bahrenfeld di 11 – 13 Uhr und 14 – 16 Uhr, mi 10 – 14 Uhr, do 10 – 13 Uhr – auch ohne Voranmeldung. Kontakt: Andrea.Hoi@diakonie-hhsh.de oder unter Tel. 0159-04 33 34 99.

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