Noch einmal durfte gejubelt werden. Mit einem 3:1-Sieg bei den Stralsunder Wildcats beendete das Volleyball-Team Hamburg die Zweitliga-Saison. Foto: Lehmann/VTH
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War der 3:1-Erfolg bei den Stralsunder Wildcats der letzte Auftritt des Volleyball-Teams Hamburg (VTH)? Noch ist völlig unklar, ob die Neugrabener Volleyball-Damen auch in der kommenden Saison in der Zweiten Bundesliga antreten können. Vier Tage, bevor die Zweitliga-Lizenz beantragt werden muss, klafft im Etat ein Loch. Es fehlen 50.000 Euro. VTH-Präsident Volker Stuhrmann gibt nicht auf: „Wir kämpfen weiter.“ Die Probleme begannen im März 2014, als Großsponsor Aurubis ankündigte, seine finanzielle Unterstützung für das damals noch in der Ersten Liga spielende Volleyball-Team Aurubis zum 30. Juni 2016 zu beenden. Die entstandene finanzielle Lücke – rund 500.000 Euro – konnte nur zum Teil geschlossen werden. Mit einem um 50 Prozent verkleinerten Etat wagte sich das neue Team VT Hamburg ans Abenteuer Zweite Bundesliga Nord. Aus VT Aurubis wurde VT Hamburg. Binnen drei Jahren sollte den Neugrabener Volleyball-Damen die Rückkehr in die Ersten Liga gelingen. In der ersten Saison erreichte das Team Platz neun, auch in der aktuellen Spielzeit 2017/2018 lief es nicht besser. Ein Trend Richtung Erste Liga „ist nicht erkennbar“, stellte VTH-Präsident Volker Stuhrmann deutlich fest. Konsequenz: Vor der dritten Saison stiegen Sponsoren aus oder schraubten ihr Engagement herunter. Vereinschef Stuhrmann entwickelte einen „Plan B mit schmerzhaften Einsparungen“ – doch selbst für dessen Umsetzung fehlt noch rund 50.000 Euro. Die Zukunft des in der CU Arena am Johannisland spielenden Teams hängt wieder mal am seidenen Faden. „Wir brauchen Zuspruch aus der Region“, fordert Stuhrmann, der aus seinem Privatvermögen weiter einen Teil des Etats finanziert. Muss das Volleyball-Team Hamburg aufgeben, bedeutet das auch die Schließung des Leistungszentrums, in dem derzeit fast 50 Nachwuchstalente betreut werden. „Wenn wir nicht die Lizenz beantragen, dann gibt es VTH nicht mehr“, bestätigt Volker Stuhrmann. „Wir haben keine Schulden, alle bekommen ihr Geld.“

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