Auf der Elbchaussee sind viele Autos unterwegs. Foto: cvs
Ottensen/Othmarschen
Gegen einen Radweg am Strand von Oevelgönne haben sich die Altonaer im vergangenen Jahr mit deutlicher Mehrheit ausgesprochen.  Nun brachte die Initiative „Kurs Fahrradstadt“ einen neuen Vorschlag ins Spiel: Die Initiative hatte Ende März  zunächst eine Pressemitteilung „Elbchaussee wird Fahrradstraße“ formuliert.  Den Aprilscherz will Sprecher Kai Ammer als Denkanstoß für den Bau „eines richtig guten Fahrradwegs auf der Elbchaussee“ verstanden wissen. Das könnte eine Fahrradstraße oder ein vier Meter breiter Radschnellweg sein.

Der Hintergrund: Ab 2020 wird Hamburgs Prachtmeile sowieso aufgerissen und erneuert.

Zu den Baumaßnahmen: In zwei Jahren beginnt die Instandsetzung der – schon lange maroden – Trinkwasserleitungen zwischen Blankenese und dem Altonaer Rathaus. Wegen der laufenden Arbeiten am Autobahndeckel der A7 kann nicht früher begonnen werden. Eines der Ziele des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) ist es, die „Leistungsfähigkeit der Elbchaussee für den PKW-Verkehr zu erhalten“. Außerdem soll das Radfahren „sicherer und komfortabler“ werden. Der Abschnitt zwischen dem Hohenzollernring und Teufelsbrück soll laut LSBG-Planung Fahrrad-Schutzstreifen bekommen. Im Zuge der Straßenerneuerung hat die Stadt Hamburg ein Beteiligungsverfahren gestartet (unter: www.geoportal-hamburg.de/beteiligung_elbchaussee). Einige Teilnehmer favorisierten die nördlich verlaufende Bernadottestraße als Hauptstrecke für Radfahrer. Die Verkehrsbehörde ist allerdings der Meinung, dass Radfahrer sich an die Veloroute 1 (Othmarscher Kirchenweg – Bleickenallee – Kep-lerstraße – Arnoldstraße – Lobuschstraße – Max-Brauer-Allee) halten sollten.

❱❱ Die erste öffentliche Dialog-Veranstaltung zum Thema findet am Freitag, 4. Mai, um 18.30 Uhr im Kollegiensaal des Rathauses Altona statt. Adresse: Platz der Republik 1.

Fahrradstraße

In einer Fahrradstraße genießen Radfahrer grundsätzlich Vorfahrt vor Autofahrern – es handelt sich sozusagen um einen überbreiten Radweg. Autos dürfen die Fahrradstraße nutzen, solange eine entsprechende Zusatzbeschilderung dies erlaubt. Sie müssen sich dem Radverkehr allerdings unterordnen. Zweiradfahrer dürfen zum Beispiel ungestraft nebeneinander oder auch im Pulk fahren. Die Voraussetzung für eine Umwidmung zur Fahrradstraße ist, dass dort mehr Räder als Autos unterwegs sind, oder dass damit in Zukunft zu rechnen ist. In Hamburg gibt es aktuell zehn Fahrradstraßen, davon drei in Altona und westlich davon (Große Elbstraße, Falkensteiner Ufer, Rheingoldweg). cvs

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