Aufstiegshelden mit Hund: Die Regionalligaherren des ETV feiern mit ihrer Trainerin Sükran Gencay nach dem entscheidenden Spiel gegen die BG Hamburg West in der Halle Hohe Weide. Foto: pr
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Das entscheidende Spiel endete mit einem Buzzerbeater, einem Korberfolg in der letzten Sekunde. Dieser besondere Wurf auf Höhe der Mittellinie (!) gelang Vidmantas Uzkuraitis, dem Spielmacher des ETV beim 100:87-Sieg gegen die BG Hamburg-West. Uzkuraitis wurde mit knapp 24 Punkten im Schnitt auch Top-scorer der 2. Regionalliga Nord. Der ETV steigt jetzt in die 1. Regionalliga auf, der dritt-höchsten Spielklasse im deutschen Basketball. Ein Interview mit Trainerin Sükran Gencay.

Elbe Wochenblatt: Frau Gencay, Ihre Mannschaft hat das entscheidende Spiel deutlich gegen die BG Hamburg-West gewonnen. Was zeichnet das Team aus?
Sükran Gencay: Meine Mannschaft hat zum wichtigsten Zeitpunkt der Saison vor einer beeindruckenden Kulisse eine sehr gute Leistung geliefert und damit verdient gewonnen. Wir haben in den Wochen vor dem Spiel – selbst über die Feiertage – sehr hart trainiert und jeder Einzelne war in der Vorbereitung mit Herzblut bei der Sache. Alle haben an einem Strang gezogen und zu jedem Zeitpunkt war das Teaminteresse im Vordergrund. Wir sind sehr glücklich, dass wir unser Ziel gemeinsam mit dem Beitrag aller erzielt zu haben!

Es waren viele Fans in die Halle Hohe Weide gekommen. Wie war die Stimmung?
Ich denke es waren trotz Superwetter gut 250 Fans und Zuschauer in der Hohen Weide und haben das Spiel mit Spannung verfolgt. Es war ein Basketballfest mit Groß und Klein und sowohl die Eimsbütteler als auch die Herren der BG Hamburg-West wurden aus meiner Sicht dem Publikum mit hochklassigem Basketball gerecht. Es war bis zum letzten Viertel ein zu jedem Zeitpunkt enges Spiel, dass die ETV Herren mit einem fulminanten vierten Viertel (30:15) zum Endstand von 100:87 für sich entscheiden konnten.

Wie hat sich das Team schrittweise in den vergangenen Jahren weiterentwickelt?
Die Entwicklung der Mannschaft ist bemerkenswert, da es dem Team immer wieder gelungen ist, aus den Fehlern der letzten Saison zu lernen und besser zu werden. Vergangene Saison hatten wir alle Begegnungen gegen die BG Hamburg West verloren, vor allem weil wir defensiv Lücken hatten und nicht gut genug als Team agierten. Diese Saison haben wir diese urpsrüngliche Schwachstelle durch hartes Training und gute Vorbereitung zu einer Stärke gemacht und in der ganzen Liga die wenigsten Punkte kassiert! Darauf bin ich persönlich am meisten stolz, da es zeigt, dass wir uns eben nicht nur auf unser vielfältiges Talent im Angriff verlassen haben.

Kann das Team in der dritten Liga mithalten?
Wie in allen Lebenslage ist es auch im Sport: Der Mensch wächst an seinen Herausforderungen. Ich bin davon überzeugt, dass mein Team sein Potenzial trotz einer hervorragenden Saison noch lange nicht ausgeschöpft hat. Der Sprung in die nächste Liga ist sportlich aber auch organisatorisch gigantisch. Entscheidend wird sein, wie wir uns aufstellen und der großen Herausforderung 1. Regionalliga verschreiben. Wir wären defintiv die absoluten Außenseiter und doch ist es eine Rolle, die wir sehr wohl kennen.

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