Der Grandplatz in Neuland. Foto: düse
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Waldemar Düse, Harburg

Noch ist nicht klar, wer die Verantwortung übernehmen wird. „Die Nachfolge konnte noch nicht geklärt werden“, sagt Horst Meyer. Nach 18 Jahren wird er auf der Jahreshauptversammlung des TSV Neuland am 23. April seine Tätigkeit an der Spitze des Vereins beenden. Der nächste, noch tiefere Einschnitt, nachdem der Klub vor einigen Wochen mangels Masse seine zweite Fußballmannschaft vom Spielbetrieb abmelden musste und sich Verein und Ligatrainer Ingo Brussolo nun mit sofortiger Wirkung getrennt haben. Wie so häufig „in beiderseitigem Einvernehmen“. Vorerst bis zum Saisonende wird Meyer auch als Interimstrainer fungieren. Die Probleme am Neuländer Elbdeich gehen jedoch weit über die Suche nach einem neuen Vorsitzenden und einem neuen Ligatrainer hinaus. Der 150 Mitglieder zählende Verein, in dem neben Fußball noch Turnen angeboten wird, ist in einer der „vergessenen Ecken“ Harburgs beheimatet. Beim nur weniger Kilometer östlich, aber bereits in Niedersachsen beheimateten TSV Over/Bullenhausen entsteht bald ein zusätzlicher mit Fluchtlicht ausgestatteter Sportplatz und „es gibt eine florierende Jugendarbeit“, so Horst Meyer. Nicht so beim TSV Neuland. Auch die gemeinsamen Bemühungen mit der Grundschule Neuland, den auf dem Schulgelände befindlichen Grandplatz zu einem Kunstrasen umbauen zu lassen, waren bislang vergeblich. Meyer hatte sich im November vergangenen Jahren per Brief an die Harburger Bezirksfraktionen gewandt, aber nur ausweichende Reaktionen geerntet. Weil der Sportplatz auf Schulgelände liege, liege die Verantwortung für eine eventuelle Umgestaltung bei der Schulbehörde. Dieser gravierende Standortnachteil bleibt somit höchstwahrscheinlich auf unabsehbare Zeit bestehen. Die mit 90 Schülern zweitkleinste Schule Hamburgs eignet sich nur bedingt als Argument für einen Kunstrasen. Die Zukunftsaussichten des aktuellen Harburger Hallenfußballmeisters sind also eher trübe. Aber sollte es in absehbarer Zeit tatsächlich gelingen, die Stadt von einer Umgestaltung zum Kunstrasenplatz zu überzeugen, würde auch das nicht mit einem Schlag die Probleme am Neuländer Elbdeich lösen.

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