Vom beleuchteten „Horizonweg“ des Energiebergs sieht man die Lichter Hamburgs. Foto: Museumsdienst Hamburg/ Sven Moeckelmann
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Diesmal wird geforscht: Bei der langen Nacht der Museen am Sonnabend, 21. April, dreht sich von 18 Uhr bis Sonntag, 22. April, 2 Uhr, alles um die Forschungsstücke, an denen die 52 teilnehmenden Museen gerade arbeiten. Denn: „Museen sind wie Eisberge – nur ein Bruchteil ihrer Tätigkeit ist sichtbar“, erklärt Anika Stracke von der Stiftung Historische Museen Hamburg. Die „Highlights“ im Hamburger Süden:

Das Helms Museum, Museumsplatz 2/ Harburger Rathausplatz 5, bietet ab 18 Uhr ein Mitmachprogramm mit Funkenschlag und bunten Perlen. Ab 18.45 Uhr lautet die zentrale Frage einer stündlichen Führung „Woher kommen wir?“ Es geht um Wanderungen der Menschheit seit 2.000 Jahren. Jeweils zur halben Stunde werden deren Spuren in Norddeutschland beleuchtet. Zur Stärkung köcheln von 18 bis 0 Uhr „eingewanderte“ Zutaten in einem Suppentopf auf dem Feuer vor dem Museum.

Das electrum, Harburger Schloßstraße 1, öffnet die „Wunderkammer der Wissenschaft“: Ab 18 Uhr geht es bis 2 Uhr im „Elektrischen Kabinett“ um Bernstein, Blitz und Batterien. Man ist hier mehrsprachig unterwegs: Eine plattdeutsche Reise durch die Sammlung elektrischer Geräte ist für 20.30 Uhr geplant. Um 23 Uhr wird zur Nachtmusik vom Plattenteller geladen.

Der Kunstverein Harburger Bahnhof, Hannoversche Straße 85, widmet sich dem „Stockholm Syndrome“. Um 21 und 0.30 Uhr gibt es Führungen durch die Ausstellung.

In der Sammlung Falckenberg/Phoenix Fabrikhallen, Wilstorfer Straße 71, Tor 2, ist von 18 bis 21 Uhr Kreativität gefragt: Passend zur aktuellen Ausstellung dürfen Besucher „Das Schicksal korrigieren – collagieren nach Astrid Klein“. Nach Anmeldung an der Kasse (18.45 bis 19 Uhr, 21.45 bis 22 Uhr, 23.45 bis 0 Uhr) kann um 19, 22 und 0 Uhr ein Blick ins Schaulager der Sammlung geworfen werden.

In der Ballin Stadt, Veddeler Bogen 2, geht es um Albert Ballin, den Erbauer der Auswandererhallen: Um 19, 21 und 23 Uhr wird Wissenswertes vorgetragen, um 18.30, 20.30 und 22.30 Uhr gibt’s Führungen über das Gelände. Originell: Im Restaurant werden Speisen angeboten, die schon auf Ballins Schiffen serviert wurden.

Beim Energieberg Georgswerder, einer ehemaligen Mülldeponie, wird Müll als „versteckter Schatz“ gesehen. Auf dem hell erleuchteten „Horizontweg“ ist von 18 bis 1.15 Uhr ein Blick auf das nächtliche Hamburg möglich. Immer zur vollen Stunde läuft die Multimediashow „Der gebändigte Drache“. Ab 23 Uhr ist ein nächtlicher Imbiss vorgesehen.

Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg, Kirchdorfer Straße 163, kocht „Kohl international“: Ab 18 Uhr gibt es traditionelle und internationale Gerichte. Musikalisch gehts weiter: ab 19 Uhr mit dem Chor „Tuma Mina“ und ab 21 Uhr mit dem „Trio Kosmopolka“. Hier darf mitgesungen werden.

Das Wälderhaus, Am Inselpark 19, steht unter dem Motto „Bitte nicht wegwerfen – aus Alt mach neu“. Ab 18.15 Uhr können Besucher beim Poetry Slam im Wald die Bühne für eigene Interpretationen nutzen. Um 19.15 Uhr steht ein „Abendkonzert der Stadtvögel“ mit Nachtwanderung auf dem Programm, ab 20 Uhr können Besucher bei einer Führung durchs Raphael Hotel „nachhaltige ökologische Architektur“ kennenlernen.

Das kostet es – so kommt man hin

Tickets für die Lange Nacht der Museen kosten 17, ermäßigt zwölf Euro. Darin sind die Fahrten mit den Lange-Nacht-Verkehrsmitteln Bus-Shuttle (bis 2 Uhr), Alsterdampfer, Elb-Barkassen oder Stadtrad-Leihrädern und allen HVV-Linien bis 6 Uhr enthalten. Die Tickets gelten auch für Museumsbesuche am Sonntag, 22. April. Am besten schon vorher die Favoriten aus den 870 Veranstaltungen aussuchen, die geplante Route zusammenstellen. Tickets gibts an den Museumskassen und unter

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