Foto: C. Bertelsmann

Der Journalist und Autor Michael Jürgs  liest am Donnerstag, den  3. Mai  um  19 Uhr  im Erdgeschossraum des Ledigenheims  Rehhoffstraße  1  aus seinem autobiographisch geprägten Buch Gestern waren wir doch noch jung – Eine Liebeserklärung an aufregende Zeiten“.

Die ersten Nachkriegsdeutschen sind im Rentenalter. Fühlen sich beim wehmütigen Blick zurück aber noch jung. Michael Jürgs, geboren im Mai 1945, gehört zu dieser Generation. In heiterer Gelassenheit schildert er jene aufregenden Zeiten, in denen aus der von Nazis geprägten Demokratur ein Land der Freien wurde – die Bundesrepublik. In denen jede noch so kleine Liebe ein großes Abenteuer war, die Helden John Lennon und Willy Brandt, John F. Kennedy und Rudi Dutschke hießen, es nur zwei Fernsehprogramme gab, in den Milchbars die Hormone tanzten und in verrauchten Kneipen die Revolution besungen wurde. Seine Reise in die Vergangenheit wird immer wieder unterbrochen durch Abstecher in die heutige Welt oder durch Begegnungen mit jungen Propheten und Machern des digitalen Fortschritts. Er geißelt zwar zornig die weltweit wachsende Verrohung und Ver-blödung im Netz, doch bestaunt ebenso im neugierigen Blick nach vorn die unendlichen Möglichkeiten des Internet.

Die Lesung ist ein weiterer Abend zugunsten des  sozialen und kulturellen Projekts „Das Ledigenheim erhalten!“ in der Hamburger Neustadt.  Dafür haben sich seit  Spätsommer 2014 monatlich immer wieder  bekannte  Autoren und einzelne Schauspieler engagiert. Michael Jürgs verzichtet auf ein Honorar. Die Spenden der Besucher kommen dem Projekt zugute.

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