Die Verantwortlichen des GTHGC beim ersten Spatenstich: v.l. Rolf Schultz-Süchting (Präsident in der Planungsphase), Ute Schürnpeck (1. Vorsitzende), Andries de Groen (Schatzmeister). Foto: pr
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Jens Beeskow, Osdorf

Die Hockeyvereine im Hamburger Westen teilen sich die Nutzungszeiten auf der öffentlichen Anlage am Hemmingstedter Weg zwar sehr kooperativ untereinander auf, dennoch war der Platzmangel in den vergangenen Jahren bei steigenden Mitgliederzahlen ein dauerhaftes Problem. Und so waren neue Kunstrasenplätze eine längst überfällige Lösung. Mit dem THC Altona-Bahrenfeld und dem Großflottbeker THGC haben gleich zwei Vereine gleichzeitig entsprechende Projekte in Angriff genommen. In Kürze stehen damit zwei weitere Kunstrasenplätze zur Verfügung, die auch dafür sorgen werden, dass sich auf dem städtischen Platz die Lage entspannen kann.

Altona-Bahrenfeld: Tag der offenen Tür am 15. April

„Durch die veränderten Schulzeiten konzentrierte sich in den letzten Jahren der Bedarf an Platzzeiten vornehmlich auf den Nachmittag und die Abendstunden“, beschreibt GTHGC-Geschäftsführerin Ute Huckfeldt die Situation. Ihr Club baut neben dem bereits bestehenden Kunstrasen an der Otto-Ernst-Straße nun am „Hemmingway“ bereits den zweiten. „Der war dringend nötig, um auch weiterhin den hohen Qualitätsstandard insbesondere im Jugendbereich halten zu können. Mit einer der größten Jugendabteilungen Deutschlands ist es unser Anspruch, in allen Altersklassen qualitativ und quantitativ gute Trainingsarbeit anzubieten. Im Grunde könnten wir direkt noch einen weiteren gebrauchen, um unseren Hockeyspielern ausreichend Platz bieten zu können.“ Nun aber konnte erstmal der zweite realisiert werden. Schon im August war der erste Spatenstich, danach hatten erst der sehr nasse Herbst und dann der lange Winter die Bauarbeiten verzögert. „Ich denke, wir werden den neuen Platz im späten Frühjahr oder Anfang Sommer einweihen können“, so Ute Huckfeldt.

Neben den beiden Leistungsteams – die Damen spielen in der 1. Bundesliga, die Herren derzeit eine Liga darunter – hat der GTHGC nicht weniger als 50 Hockeyteams, die regelmäßig Leistungs- und Breitensport betreiben. Dank öffentlicher Zuschüsse, Darlehen, Umlagen für die Mitglieder und zahlreicher Spenden aus dem Verein konnte das kostspielige Projekt von beiden Vereinen umgesetzt werden. Einen Meilenstein in der Historie des Vereins hat mit dem Bau seines ersten Kunstrasens der THC Altona-Bahrenfeld gesetzt. „Wir sind einer der letzten Clubs, der noch keinen eigenen Kunstrasen hatte“, so Vorstandsvorsitzender Roger Gerhards. Er hatte schon über mehrere Jahre versucht, an dieser misslichen Lage für die rund 330 Hockeyspieler im Verein – darunter 280 Kinder und Jugendliche – etwas zu ändern, um wettbewerbsgleiche Bedingungen für die sportliche Entwicklung der Hockeyabteilung zu schaffen. Mittlerweile ist das Geld für den Bau, der zwischen 700.000 und 800.000 Euro kostet, zusammen, und beim THCAB wird bereits in Kürze Einweihung gefeiert. Am Sonntag, 15. April, wird der nagelneue Kunstrasenplatz am Hemmingstedter Weg 140 ab 11 Uhr im Rahmen eines „Tags der offenen Tür“ vorgestellt. Und dann können auch bald die frisch in die Regionalliga aufgestiegenen 1. Herren ihre Punkte auf dem neuen Grün sammeln. Auf den städtischen Kunstrasen werden beide Vereine aber auch in Zukunft noch angewiesen sein, doch dank der neuen Möglichkeiten für Training und Spielbetrieb wird die Planung dort für alle Clubs einfacher.

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