Im BZH lernt man Bootsbau von der Pike auf. Foto: Jugend in Arbeit gGmbH
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Siegmund Borstel, Harburg

Geht das – kann ich Bootsbauerin oder Bootsbauer werden? Und wie sieht so etwas aus? Am Freitag, 6. April, werden diese und weitere Fragen vor Ort im Bildungszentrum für Holzberufe (BZH), Zitadellenstraße 10 im Harburger Binnenhafen, beantwortet. Von 10 bis 14 Uhr informieren Experten über dieses einzigartige Umschulungsangebot. Hintergrund: Unterstützt von Bootsbaumeister und Fachlehrern absolvieren derzeit neun Umschüler in der verkürzten Ausbildungszeit von 26 Monaten eine umfassende Praxis in der Fachrichtung Neubau, Ausbau und Umbau von Booten. Holz, Metall und Kunststoff müssen beherrscht werden, die Arbeiten reichen von Schadensbeseitigung über Ausrüstung, Deck-Verlegen, Innenausbau bis hin zum Bau eines ganz neuen Bootes. Im BZH spielt die Spezialisierung der Branchenbetriebe keine Rolle – hier werden wirklich alle Tätigkeiten, die der Ausbildungsrahmenplan vorsieht, in Theorie und Praxis gelehrt. Die Theorie wird dabei im Hause und verzahnt mit den praktischen Lerninhalten vermittelt, so dass die verkürzte Zeit der Umschulung – die Regelausbildung dauert 3,5 Jahre – optimal genutzt wird. „Ziel ist, dass die Absolventen mit einem Gesellenbrief und dem Wissen darum, jeder Anforderung gewachsen zu sein, ihre berufliche Zukunft angehen können“, sagt Bootsbaumeister Gorch von Blomberg. Zu diesem Zweck werden auch Praktika in Werftbetrieben besucht, in denen die Umschüler ihre Kenntnisse anwenden können. Im Gegenzug bietet das BZH anderen Betrieben der Branche die Möglichkeit, ihren Auszubildenden die Ergänzungen zum Spezialgebiet in Praktika zu vermitteln. „Die Branche braucht Fachkräfte! Und auch andere Branchen, nämlich die Flugzeugindustrie und die Windanlagenhersteller, greifen gerne auf die Qualitäten von Bootsbauern zurück und stellen sie ein“, sagt Bootsbaumeister von Blomberg. Einsteigen können Interessierte am 7. Mai, dann startet ein neuer Kurs. Voraussetzung: „Bildungsgutschein“ (Agentur für Arbeit oder Jobcenter) oder Umschulungsfinanzierung (Rentenversicherung oder Bundeswehr) müssen geklärt sein. Ansonsten startet die nächste Gruppe im November.

Bildungszentrum für Holzberufe – Jugend in Arbeit gGmbH – Bereichsleitung: Gorch von Blomberg, Bootsbaumeister Zitadellenstraße 10 21079 Hamburg

Tel. 040 – 21112-435

gorch.vonblomberg@jia-hamburg.de

 

Bildungszentrum für Holzberufe

Das Bildungszentrum für Holzberufe (getragen von Jugend in Arbeit) bietet Umschulungen im Handwerk für Erwachsene an. Die angebotenen Berufe sind: Bootsbauer (Vollzeit) und Tischler (Voll- oder Teilzeit). Der maritime Standort am Harburger Hafen und der Werftbetrieb bieten attraktive Rahmenbedingungen. Angesprochen sind alle Interessenten an einem handwerklichen Beruf, insbesondere Menschen mit einfachen Schulabschlüssen oder Migranten (ab Sprachniveau B1). Die Kurse sind zertifiziert und können über den Bildungsgutschein abgerechnet werden.

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