Der neue Veddeler Quartierskünstler Baldur Burwitz. Foto: Carmen Romatowski
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Siegmund Borstel, Veddel     Die Veddel hat einen neuen „Quartierskünstler“. Baldur Burwitz erhält das Stipendium der Saga/GWG Stiftung Nachbarschaft. Der gebürtige Otterndorfer, der an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studierte, tritt die Nachfolge von Boran Burchhardt an, der mit seinem Projekt einer „Vergoldeten Hausfassade“ bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte. Das bis Dezember 2019 laufende Stipendium umfasst die kostenfreie Überlassung eines rund 90 Quadratmeter großen Wohnateliers auf der Veddel und eines angegliederten Arbeitsraums (64 Quadratmeter) sowie eine monatliche Unterstützung von 1.000 Euro. In der Zeit seines Stipendiums soll der Künstler ein zuvor eingereichtes Projekt umsetzen. Baldur Burwitz’ Projekt für die Veddel lautet „island of beauty“. Was darunter zu verstehen ist, umschreibt Dorothee Stapelfeldt, Kuratoriumsvorsitzende der Saga/GWG Stiftung Nachbarschaft: „Mir gefällt besonders der Ansatz, das Kunstprojekt gemeinsam mit den Menschen auf der Veddel zu gestalten, so dass die Anwohnerinnen und Anwohner selbst kreativ werden können. Das Atelier als Treffpunkt, Modewerkstatt und zuletzt als Damen- und Herrenboutique macht Kunstproduktion unmittelbar erfahrbar und kann dem Stadtteil neue Impulse schenken.“ Bereits seit 2006 wird das Atelierstipendium für den „Quartierskünstler auf der Veddel“ vergeben. „Es dient der Förderung von Kunst und Kultur und der Belebung des Stadtteils“, erläutert Saga-Sprecher Michael Ahrens. Vor Burwitz hatten Olafur Gislason, Dellbrügge & de Moll, Rahel Bruns und Adnan Softić und Boran Burchardt dieses Stipendium erhalten.

Zur Person

Baldur Burwitz, geboren 1971, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Hamburg und Berlin. Er ist für einen meist humorvollen und kritischen Umgang mit unserer Gesellschaft bekannt. Sein Werk beinhaltet oftmals installative und performative Elemente.
So versteht sich Burwitz nunmehr als Ideenkünstler, der kein Medium scheut, wenn es der Umsetzung dient. Er stellt weltweit in diversen Museen, Kunstvereinen und Galerien aus und hat mehrere Stipendien erhalten.
Quelle: artmeetsscience

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