Die Regionalligaherren des ETV mit ihrer Trainerin Sükran Gencay. Foto: pr
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Fritz Schenkel, Eimsbüttel

Selbstverständlich freut sich die gebürtige Wilhelmsburgerin Sükran Gencay ganz besonders über das, was die Hamburg Towers in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt haben. Und ebenso selbstverständlich hat sie auch schon einige Heimspiele des Basketball-Zweitligisten in der Inselparkhalle besucht. Aber darauf legt sie dann doch Wert: „Die Stimmung bei uns ist manchmal besser als in der Inselparkhalle.“ Sükran Gencay trainiert die Basketballer des ETV. 2014 ist sie mit den damals noch Jugendlichen und Jung-Erwachsenen im U-20-Bereich Nordmeister geworden. Gleichzeitig ist das Team ganz unten im Männerbereich in der Kreisliga gemeldet worden. Jedes Jahr ein Aufstieg – dieser Weg hat das Team nunmehr an die Spitze der 2. Regionalliga Nord geführt. Perspektive: Meisterschaft und Aufstieg in die dritte Liga. Zu den Heimspielen in der Sporthalle Hohe Weide „kommen manchmal über 100 Zuschauer, manchmal auch nur 50“, so Gencay, um dann auf einen entscheidenden Unterschied hinzuweisen: „Sie kommen aber wegen der Sportart und nicht wegen des Eventcharakters“, so der dezente Hinweis auf einen Teil des Inselpark-Publikums. Und aus diesem Grund sei die Stimmung manchmal besser als beim Zweitligisten.

Gencay arbeitet mit Ehrgeiz

und strategisch Die 31-Jährige spielt selbst seit 15 Jahren Basketball – Lieblingsklub bei den Großen: ALBA Berlin – und eine Trainerinnentätigkeit „war so nicht geplant. Ich bin vor mehr als zehn Jahren in der Abteilung gefragt worden und habe das dann gemacht.“ Anfangs noch rein breitensportlich, muss die Ausrichtung als Drittligist dann leistungssportlich werden, daran lässt die ehrgeizige und strategisch arbeitende Gencay keinen Zweifel. Der Gesamtverein in Gestalt seines Geschäftsführers Frank Fechner unterstütze das, so Gencay. „Aber Schritt für Schritt, das ist unsere Philosophie.“ Sollte der Aufstieg gelingen, hätten die ETV-Basketballer eine weitere Stufe geschafft. In Hamburg lautet die Hierarchie dann: Ganz oben der Zweitligist Hamburg Towers, darunter Rist Wedel und dann Drittligist TSG Bergedorf, eventuell gemeinsam mit dem ETV. Sollte das gelingen, ist davon auszugehen, dass Sükran Gencay ein neues Teilziel aus der Tasche zaubern wird.

❱❱ Entscheidendes Spiel um den Aufstieg: ETV – BG Hamburg West Sonntag, 8.April, 16 Uhr, Sporthalle Hohe Weide

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