Schwitzen und flanieren: Im neuen Sportzentrum wird beides möglich. Foto: pr
Steigende Mitgliederzahlen, Bauboom in den benachbarten Stadtteilen: Der Eimsbütteler Turnverband ETV reagiert jetzt. Für 16,3 Millionen Euro will der Verein ab Oktober sein „Sportzentrum Hoheluft“ am Lokstedter Steindamm zu einem „multifunktionalen Sportvereinszentrum“ ausbauen. Darin wird es Angebote im Wettkampf-, Freizeit- und Gesundheitssport und einen Bewegungskindergarten geben. Der Bauantrag soll im April beim Bezirksamt Hamburg-Nord gestellt werden. Der Bau soll im Sommer 2020 fertig sein.
14.957 Hamburger treiben bei dem Eimsbütteler Traditionsverein – es gibt ihn schon 129 Jahre – Sport. Das hatte dazu geführt, dass es Engpässe beim Angebot gegeben hatte. Vor allem beim Kindersport und beim Jugendfußball hatte es Wartelisten gegeben.
Bisher gibt es im Sportzentrum Hoheluft einen Kunstrasen-Fußballplatz, das zugehörige Klubhaus mit Umkleiden sowie das Klubhaus der Tennis und Hockeyabteilung mit Umkleiden, Gastronomie und Gerätehaus, dazu eine Tennishalle mit drei Plätzen sowie elf Außenplätze. Zu dem Gelände gehören 66 Parkplätze.
Neues Gebäude mit fünf Stockwerken
Während Fußballplatz, Tennishalle und mehrere Tennisplätze bleiben, müssen Vereinsheime sowie Parkplätze weichen: Ein Neubau auf fünf Ebenen mit insgesamt 7.815 Quadratmetern Bruttogeschossfläche soll sie ersetzen. Im Untergeschoss entsteht ein Parkdeck mit 85 Stellplätzen. Im Erdgeschoss werden die Fußball-, die Tennis- und Hockeyabteilung Umkleiden, Büro- und Gemeinschaftsräume bekommen. Ebenfalls im Erdgeschoss wird ein Bewegungskindergarten für 120 Kinder gebaut, der von der ETV Kinder- und Jugendförderung gGmbH, betrieben werden soll. Dazu entstehen eine Kinderbewegungslandschaft mit Kletteranlage sowie eine Sportgastätte. Im ersten und zweiten Obergeschoss werden unter anderem eine Einfeldhalle, ein Fitness-Studio und vier Gymnastikräume untergebracht. Auf dem Dach entsteht ein Saunabereich sowie eine Außensportfläche. Draußen werden ein zusätzlicher Tennisplatz als Centercourt sowie ein Kleinfeld-Kunstrasenplatz für den Jugendfußball geschaffen. Das neue Vereinszentrum soll statt überkommener Funktionalität „Campus-Flair“ bieten: „Wir möchten, dass sich die Menschen bei uns quasi wie zu Hause, fühlen“, erklärt der ETV-Vorsitzende Frank Fechner. Sie sollen professionell Sport treiben und sich in einer ansprechenden „Wohlfühl-Atmosphäre“ bewegen können.
So wird’s bezahlt
Die Finanzierung für das Mammutprojekt ist fast unter Dach und Fach. Das Geld soll aus verschiedenen Quellen kommen: Der Hamburger Sportbund gibt Zuschüsse und Darlehen über eine Million Euro. Die Bezirke Eimsbüttel und Nord zahlen aus Sondermitteln je 200.000 Euro. Allein 2,19 Millionen gibt die Sozialbehörde für den Kita-Bau dazu, durch Bankkredite sind 6,7 Millionen Euro abgedeckt. Drei Millionen stammen aus eigenen Mitteln des ETV. Offen sind noch weitere drei Millionen Euro. Die Hamburger Bürgerschaft will sich für eine Finanzierung einsetzen.

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