Schaffen Treffpunkte in Flüchtlingsunterkünften: Teemobilgründer Sami Khokhar (Mitte) und Helfer. Foto: archiv/cv

„Kakao! Kakao!“ schallt es den freiwilligen Helfern entgegen: Immer wenn das Teemobil in der Schnackenburgallee hält, freuen sich die Kinder im Flüchtlingsheim. Momentan ist das Teemobil in der Bahrenfelder Erstaufnahme dienstags und mittwochs ab 19 Uhr im Einsatz.
Ins Leben gerufen wurde die Initiative durch Sami Khokar. Im Oktober 2015 beobachtete er die schwierigen Zustände an der
Erstaufnahme in Harburg. Täglich warteten um die 500 Menschen in der Kälte darauf, sich anmelden zu können. Er wollte helfen und gründete das Teemobil. Jeden Abend verteilten Freiwillige warmen Tee, Kekse und Obst.
Viele der Unterkünfte sind inzwischen wieder geschlossen. Aktuell ist das Teemobil noch an sechs Standorten im Einsatz. Es hat sich dabei den Bedürfnissen und Ideen der Bewohner angepasst. In der Schnackenburgallee steht mittlerweile der Kontakt zwischen neuen und alten Nachbarn im Mittelpunkt. Die Flüchtlinge bekommen die Gelegenheit ihr Deutsch zu verbessern und mit den Kindern wird gebastelt und gespielt.
Für die Flüchtlinge ist sehr belastend, wenn sie lange in der
Erstaufnahme bleiben. Mariam Naziri, Koordinatorin des Teemobils am Standort Schnackenburgallee, sieht darum auch nach mehr als zwei Jahren keinen Grund, ihr Engagement zu beenden. „Wir hoffen, dasss wir mit dem Teemobil so lange vor Ort sein können, wie der Bedarf besteht. Das funktioniert aber nur, wenn wir auch weiterhin Unterstützer finden.“
Alle Teams des Teemobils freuen sich über freiwillige Helfer und Spenden. Sie sind derzeit an folgenden Standorten aktiv: Harburg Post, Schnackenburgallee, Albert-Einstein-Ring, Billwerder Straße und Am Gleisdreieck.

❱❱ Kontakt zum Teemobil in der Schnackenburgallee über
bahrenfeld@teemobil.de
Weitere Informationen unter www.teemobil.de

Ida Polevsky, Hamburg-West

 

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