Der Bahnübergang Dritte Meile mit der Halbschranke: alles sicher? Foto: mag

Der Bahnübergang „Dritte Meile“ in Fischbek wird weiterhin nur durch eine automatische Halbschranke gesichert. Verkehrsbehörde und die DB Netzt AG sehen keinen Anlass, an diesem Zustand etwas zu ändern. Auch der Tod einer 87 Jahre alten Spaziergängerin, die im November 2017 die Gleise trotz geschlossener Schranke überquert hatte und von einer S-Bahn erfasst worden war, lässt die zuständigen Stellen unbeeindruckt.

Nach dem Unfalltod der Frau hatte die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg den Bahnübergang als „nicht länger hinnehmbares Sicherheitsrisiko“ bezeichnet. Schon in den 90er-Jahren seien zwei Jugendliche an dem Bahnübergang ums Leben gekommen. Seit dem ist die S-Bahn über Neugraben hinaus verlängert worden, und auch der andere Personen- und Güterverkehr haben erheblich zugenommen.

„Außerdem liegt der Bahnübergang in unmittelbarer Nähe der Sandbek-Siedlung und der Neubaugebiete Vogelkamp, Fischbeker Heidbrook und Fischbeker Reethen“, sagt CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. Im Übrigen habe es hier früher einen Schrankenwärter und Schranken, die auch über die komplette Fahrbahn reichten, gegeben.
Verkehrsbehörde und Bahn weisen die Unterstellung zurück, Einsparungen hätten die Sicherheitslage am Bahnübergang verschlechtert. Der Übergang entspreche den neuesten Anforderungen, alle Sicherheitsnormen würden technisch eingehalten und regelmäßig überwacht.

Außerdem seien Voll- oder Halbschranken absolut gleichwertig. „Bei Bahnübergängen mit Halbschranken kann der Gefahrenbereich jederzeit geräumt werden, ein etwaiges Einschließen von Verkehrsteilnehmern zwischen sich senkenden Schranken ist somit ausgeschlossen“ schreibt die Bahn in ihrer Stellungnahme zum CDU-Antrag.
Dass am Übergang Dritte Meile nicht alles rund läuft, weiß der stellvertretende Vorsitzende der Bezirksversammlung Harburg, Robert Timmann, zu berichten. Er habe selbst erlebt, dass eine S-Bahn vor dem Übergang angehalten habe. Dann sei der Fahrer ausgestiegen, habe die Schranken heruntergelassen und sei dann weitergefahren.

Andreas Göhring

4 KOMMENTARE

    • Es gibt ja Menschen die glauben sie sind schneller als ein Zug. (Ein Irrglaube mit fatale folgen.)

  1. 1.Ich benutze den Bahnübergang über 30Jahre fast täglich und hatte nie Probleme.
    2.Ich beobachte aber dass viele Bürger, einfach die Halbschranke ohne Grund im zick zack umgehen.
    3.Wenn ich die Bürger anspreche dann wird gleich gepöpelt.
    4.Die Nachbarn haben mir gesagt, uns stören die akustischen Töne beim Schließen der Schranke besonders nachts.
    5.Für uns Radfahrer sind die Wege hinter der Bahn bei Regen ein Fiasko und fast kein Durchkommen (Pfützen & Löcher)
    6.Auch die vielen Autofaher, die nach Neu Wulmstorf oder Neugraben die Abkürzung mit hohem Tempo hinter der Bahn nehmen, nerven uns Fußgänger und Radfaher sehr.

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