Auch das Schülerblatt „Burgzeitung“ (das Foto zeigt eine Redaktionssitzung) hat bereits Preise eingeheimst. Foto: pr

Gute Nachrichten für die Schule an der Burgweide: Von einer Jury wurde die Kirchdorfer Ganztagsgrundschule in die Top-20-Auswahl für den Deutschen Schulpreis 2018 gewählt. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 270.000 Euro dotiert und wird – mittlerweile im 13. Jahr – von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung ausgelobt.

Ende März sollen die Top 15 bekanntgegeben werden. Die Vertreter dieser Schulen dürfen zur Preisverleihung fahren, die Mitte Mai in Berlin über die Bühne gehen soll. „Das ist natürlich ein toller Erfolg für uns“, sagt Regine Seemann, Leiterin der Schule an der Burgweide.

Was macht die Schule, die ihr Zuhause am Karl-Arnold-Ring hat, so besonders? Außenstehenden fällt vielleicht zuerst die Anzahl der Klassenstufen auf – es sind nicht etwa vier, sondern sechs. Als eine von nur wenigen Hamburger Grundschulen durfte die Schule an der Burgweide das Projekt des sechsjährigen Unterrichts auch nach der 2011 gescheiterten Schulreform fortsetzen.

Kinder lernen in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen der Stufen 1 bis 3 sowie 4 bis 6. Der Schulversuch läuft bis 2021. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht und setzen alles daran, dass das Projekt verlängert wird“, sagt Seemann.

Sehr viel Wert wird in Kirchdorf auf das Thema „Individualisiertes Lernen“ gelegt: So arbeitet jedes Kind mit einem eigenen Lernplan und mit eigenem Lerntempo. Wer sein Lernziel erreicht hat, darf einen Aufkleber auf seiner „Lernlandkarte“ anbringen.

Der Gewinner bekommt 100.000 Euro

Projektunterricht spielt ebenso eine wichtige Rolle: Beim Unterrichtsthema „Baumeister“ etwa lernen die Kinder nicht nur, Türme zu konstruieren, sondern beschäftigen sich auch mit Zahlen und mit Mathematik.

Zum Thema „Demokratie“ haben die Schüler ein Theaterstück geschrieben und selbst aufgeführt. Bekannt ist die Schule außerdem für ihre Arbeit mit geflüchteten Kindern: Zurzeit gibt es an der Burgweide drei Internationale Vorbereitungsklassen (IVK) mit jeweils 13 bis 18 ausländischen Schülern.

Zu den Kriterien für den Deutschen Schulpreis zählen Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung und Schulleben. Der Gewinner bekommt 100.000 Euro. Was sie mit dem vielen Geld machen würde? „Keine Ahnung“, sagt Regine Seemann. „Aber im Ganztag gibt es ja immer viele Möglichkeiten.“

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