Erhebt sich imposant über die Elbe: der Süllberg. Foto: ok

Viele Lokale preisen ihre Nähe zu Elbe und Schifffahrt. Unklar bleibt jedoch, wo der Gast tatsächlich dem maritimen Geschehen am nächsten ist. Nasse Füße gibt es in der „Strandperle“ gratis. Das angeblich beste Fischbrötchen in Övelgönne. Näher an die Schiffe kommt man auf den Anlegern, von den Landungsbrücken über den Anleger „Docklands“ bis Schulau.

Heute geht es um den Ort, an dem der Besucher so hoch über der Elbe steht, wie sonst nirgendwo in Hamburg: Den Sülberg. Nun wäre es leicht, seine lange Geschichte auszubreiten. Aber wie an anderer Stelle auch, soll hier darauf verzichtet werden. Nur ein kurzer Blick zurück: Eine Bürgerinitaive, geführt von der legendären Blankeneserin Monika Lühmann, verhinderte Anfang der 90er-Jahre, dass der Berg mit Eigentumswohnungen bebaut wurde. Unvergessen ist das Richtfest, an dem die Insolvenz des Süllberg-Investors Roland Ernst bekannt wurde.

Die Eigentümer wechselten, der Berg blieb. Und erfreut sich dank des Zweisternekoches Karlheinz Hausers einer großen Gästeschar. Zu den Höhepunkten des Partytreibens zählt seit Jahren die „Nacht der Medien“. Unter den Gästen sind dann Größen wie NDD-Intendant Lutz Marmor, Ex-“Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust, Klaus Ebert vom Pressclub Hamburg und Frank Otto. Als der mit Nathalie Volk zur „Nacht der Medien“ kam, drängelten die Fotografen mächtig, um das beste Bild zu bekommen.

Aber auch Touristen schätzen die Blankeneser Anhöhe mit ihren drei gastronomischen Konzepten. Wer es edel wünscht, bucht einen Tisch im Zwei-Sterne-Restaurant. Gleichwohl erstklassig, aber ohne Sterne, geht es im Restaurant „Deck 7“ zu. Und wer gern draußen sitzt, findet auf einer der Terrassen einen Tisch, der ebenfalls einen unvergesslichen Blick auf vorüberziehende Schiffe bietet. Selbst wenn kein Segler oder Containerriese zu sehen ist, bietet die Elbe durch die Tide ein ständig wechselndes Bild: Neulich war doch noch eine Insel im Strom, wo ist sie hin? So fragt der von Ebbe und Flut nichts wissende Tourist, zu erkennen an Rucksack und Funktionsjacke. Wenn dann die „Europa“ oder ein 400 Meter langer Containerriese vorbeirauscht, sind die Ausflügler restlos begeistert. Vergessen ist dann, dass der Gast an anderen Plätzen näher am Wasser steht. Auf dem Süllberg steht er dafür hoch und trocken.

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