Die Verständigung mit Seeleuten aus aller Welt klappt im Duckdalben meist auf Englisch – kein Problem für die ehrenamtliche Mitarbeiterin Paula Barner. Foto: pr

Gaby Pöpleu, Waltershof

Fast 90 Prozent der Besucher nutzen den Internetzugang im Seemannsklub Duckdalben der Seemannsmission Hamburg-Harburg. Vor drei Jahren waren es nur rund 50 Prozent. Die Leiter Jan Oltmanns und Anke Wibel haben noch eine weitere Entwicklung bemerkt: Die Mannschaften auf den Schiffen werden immer kleiner. Deshalb haben immer weniger Seeleute überhaupt Gelegenheit zu einem Landgang.Schon vor Jahren hatte derDuckdalben die technischen Möglichkeiten geschaffen: Seeleute loggen sich kosten- und
kabellos über das hauseigene WLAN ins Internet ein, nehmen von hier aus per Skype oder WhatsApp mit der Familie Kontakt auf, holen sich online Informationen aus der Heimat oder pflegen über soziale Netzwerke Freundschaften.
Insgesamt besuchten 2017 33.226 Seeleute den Duckdalben. Das sind knapp 3.300 (neun Prozent) weniger als im Vorjahr. Sie kamen aus 102 Ländern. Die
meisten Besucher stammten mit 17.388 Personen von den Philippinen. Weitere starke Seefahrernationen: Indien (4.120 Besucher), China (2.359), die Ukraine (1.815) und Russland (1.276). Aus Deutschland besuchten nur 196 Seeleute den Club. Pro Tag kamen durchschnittlich 101 Gäste in den Duckdalben.
Seit der Gründung 1986 haben 975.385 Seeleute im Duckdalben Station gemacht. „2018 erwarten wir den einmillionsten Seemann“, sagt Jan Oltmanns. Die 2017 gesunkene Besucherzahl erklärt er mit schrumpfenden Besatzungen der Schiffe, was man auch an den Fahrten der Shuttlebusse zu den Liegeplätzen ablesen könne: „Unsere Busse sind über 6.000 Kilometer mehr gefahren, haben aber weniger Seeleute abgeholt. Die Crews werden kleiner. Damit haben immer weniger Seeleute Zeit für einen Landgang.“

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