Nur drei oder vier Standplätze

CH. V. SAVIGNY, WILHELMSBURG.

Seit dem Umbau der nördlichen Vering-straße vor gut einem Jahr laufen viele Dinge vor Ort deutlich entspannter ab: Das Tempolimit für Autofahrer wurde auf 25 Kilometer pro Stunde gesenkt, statt der Ampel an der Kreuzung Fährstraße gibt es nun einen Kreisverkehr. Bürgersteige und Radwege wurden angelegt oder verbreitert, sodass Fußgänger und Radfahrer jetzt mehr Platz haben. Auch die Außengastronomie profitiert von der neuen „Flaniermeile“ Veringstraße.Schlechter dran sind dafür Wilhelmsburgs Taxifahrer. Lediglich drei bis vier Standplätze sind am Taxiposten in Höhe der Veringstraße 21-27 ausgewiesen. Zu wenig, meint der Wilhelmsburger CDU-Politiker Jörn Frommann: „Die Kundschaft für den einzigen Taxiposten im Reiherstiegviertel, im Hafengebiet südlich der Elbe sowie in Waltershof und Altenwerder werden über diesen Taxistand abgedeckt. Hiervon betroffen sind rund 23.000 Einwohner und 500 Firmen.“
Besonders problematisch seien die vielen Wildparker, die ihren Wagen gerne auf dem besagten Taxiposten abstellten. Hintergrund: fehlende Kurzzeitparkplätze. „Für andere Fahrzeuge wirkt das dann wie ein Magnet – ähnlich wie beim ersten Sperrmüll“, so Frommann.
Claus Hönig, Sprecher von Hansa-Taxi, einem der größten Anbieter in der Hansestadt, bestätigt diese Einschätzung: „Wir erleben es immer wieder, dass Taxiposten von Autos zugeparkt werden. Das ist sehr ärgerlich, da Taxis im Stadtgebiet nirgendwo anders stehen dürfen.“ Im Zweifel müsse dann eben der Abschleppdienst ran. „Insgesamt wäre es wünschenswert, wenn es mehr Standplätze gäbe.“
Nach Auskunft von Polizei-Pressesprecher René Schönhardt werden Taxistände von den örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörden angeordnet. „Dieser Anordnung geht eine Prüfung voraus, ob ein tatsächlicher Bedarf vorhanden ist, wie viele Stellplätze benötigt werden und ob der Bedarf durchgehend vorhanden ist oder nur zu bestimmten Zeiten“, so Schönhardt.
Doch die anderen Parteien wollten den CDU-Vorstoß, die Anzahl den Taxiposten in der Veringstraße zu vergrößern, nicht unterstützen. Jetzt sollen jetzt am Südausgang des S-Bahnhofs Veddel erstmals Taxistände eingerichtet werden.

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