In drei Jahren könnte das Elbe Einkaufszentrum anders aussehen. Foto: ms

Von Mateo Schneider. Seit seiner Eröffnung am 12. Mai 1966 ist das Elbe-Einkaufszentrum in den Jahren 1992/93 und 2010 bereits zweimal grundlegend umgestaltet und erweitert worden. Dennoch wirkt Hamburgs ältestes Einkaufszentrum ein wenig wie aus der Zeit gefallen.
„Es geht um die Modernisierung und Aufwertung des Standortes“, erklärte Lukas Nemela, Sprecher des Betreibers ECE, dem „Hamburger Abendblatt“ die Aus- und Umbaupläne des europaweit agierenden Betreibers von Einkaufszentren. „Das Einkaufszentrum soll an die aktuellen Anforderungen und Trends angepasst werden.“
Der Eingangsbereich an der Osdorfer Landstraße soll komplett neu gestaltet werden: Zusätzliche Grünflächen, Flächen für Außengastronomie, ein Kinderspielplatz und ein weiterer Anbau sind geplant. Damit würde die Verkaufsfläche von derzeit 44.000 Quadratmeter auf 50.000 steigen. Dafür müssten ein Viertel der Parkplätze weichen. ECE drängt darauf, den Um- und Ausbau bis Anfang 2021 beenden zu können.?

Einzig die Liberalen sehen den Ausbau kritisch

Für den Umbau erhält ECE Unterstützung aus der Bezirkspolitik. Die SPD sieht den Standort gestärkt, möchte gleichzeitig aber angrenzende Stadtteilzentren im Blick behalten. Die CDU freut sich über eine verbesserte Konkurrenzfähigkeit des EEZ, die Grünen darüber, dass architektonische Sünden der Vergangenheit repariert werden sollen. Einzig die FDP hat bisher kritische Töne angeschlagen. Sie fordert in Anbetracht dessen, dass angrenzende Unterzentren wie die Waitzstraße in Othmarschen und der Blankeneser Marktplatz gerade mit Steuermillionen umgestaltet worden sind, ein Gutachten über die Auswirkungen des EEZ-Ausbaus.
Das scheint dringend notwendig, denn ein ausschließlich auf das EEZ fixierter Blick geht stadtentwicklungspolitisch ins Leere. Die Osdorfer Landstraße zerschneidet bereits jetzt einen Stadtteil, der sich in den kommenden Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach massiv verändern wird, Stichwort: Wohnbebauung an Hauptverkehrsstraßen. Es geht um die zukünftige Lebensqualität in einem wachsenden Stadtteil.

In drei Jahren könnte das Elbe Einkaufszentrum weniger Parkplätze haben. Foto: ms

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