Konzentriert bereitet Andrea Marx im Sprung den Schmetterball vor und versenkt ihn im gegnerischen Feld. Foto: rp

RAINER PONIK, HAMBURG-WEST Sie haben alles versucht, ihr Bestes gegeben und eine erfolgreiche Saison gespielt. Dennoch wissen die Verbandsliga-Volleyballerinnen vom Altonaer Turn- und Sportverein (ATSV) noch nicht, ob sie den Klassenerhalt in Hamburgs höchster Spielklasse schon sicher haben. Weil aufgrund einer Ligaverkleinerung gleich die Hälfte aller Verbandsligateams in die Landesliga absteigen muss, ist es natürlich schwierig, die Klasse zu halten.
Klar, dass jeder Punktgewinn immens wichtig war. So auch am letzten Spieltag, an dem sich der ATSV mit dem Hamburger TV und dem Barsbütteler SV auseinandersetzen musste. Nach einem ungefährdeten Dreisatzsieg gegen den bereits als Absteiger feststehenden HTV war vor allem die Partie gegen den bisherigen Tabellennachbarn Barsbüttel von großer Bedeutung.
Ärgerlich, dass ausgerechnet eine falsche Eintragung im Spielbericht dafür sorgte, dass der erste Satz verloren ging. Als dieser Fauxpas beim Stand von 14:12 für den BSV entdeckt wurde, mussten die Altonaerinnen noch einmal bei null Punkten starten. Den 0:14-Rückstand konnten sie nicht mehr aufholen. Nachdem auch der zweite Durchgang mit 25:19 an Barsbüttel gegangen war, stand der ATSV im weiteren Spielverlauf mit dem Rücken zur Wand, denn ein weiterer Satzverlust hätte eine Niederlage bedeutet.
Gerade noch rechtzeitig besann sich der ATSV aber auf seinen Stärken und fand ins Spiel zurück.

Bleibt Erfolgstrainer Hadi Kamandi?

Nachdem Altona vor allem durch härtere Aufschläge und eine stabile Annahme den dritten (25:14) und vierten Satz (25:22) gewinnen konnte, musste die Entscheidung im Tie-Break fallen. Die Schützlinge von Trainer Hadi Kamandi nutzten ihren Schwung aus den vorangegangenen Sätzen und setzten sich auch im fünften Durchgang (mit 15:7) durch.
„Wir haben gut gepunktet und erstmal Platz fünf erobert“, freut sich Mannschaftsführerin Lena Morschheuser über den gelungenen Saisonausklang. Weil mehrere direkte Konkurrenten noch ein paar Spiele bestreiten müssen, steht erst Ende März fest, ob die Altonaerinnen ihr Ziel erreicht haben. „Wir hoffen natürlich auf Schützenhilfe aus Elmshorn und Eimsbüttel, um nicht noch auf Rang sieben, der den Abstieg bedeuten würde, abzurutschen“, sagt Hadi Kamandi, der sein weiteres Engagement in Altona wohl auch davon abhängig machen wird. Seine Mannschaft würde sich jederfalls freuen, wenn der erfahrene Coach, der der Mannschaft viel Neues vermitteln konnte, seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängern würde.

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