Rollstuhlbasketball ist eine schnelle und spektakuläre Sportart.

Ch. v. Savigny, Wilhelmsburg
In diesem Sommer erwartet die Wilhelmsburger ein Mega-Sportevent, das mitten auf der Elbinsel über die Bühne gehen wird: Vom 16. bis 26. August findet in der Inselparkhalle die Weltmeisterschaft im Rollstuhlbasketball statt. 28 Nationalmannschaften – zwölf Frauen- und 16 Männerteams – werden in der „edel-optics.de-arena“, in der auch die Basketballer der „Hamburg Towers“ ihre Heimspiele austragen, um den WM-Titel kämpfen. Es ist die erste Rollstuhlbasketball-WM, die in Deutschland stattfindet und auch die größte bislang. Insgesamt werden etwa 600 Athleten und mehr als 50.000 Zuschauer erwartet.
Bis es soweit ist, haben die Veranstalter noch einiges zu: So müssen zum Beispiel die Zuwege und Eingänge barrierefrei gestaltet werden. „Außerdem wird die Haupttribüne umgebaut, um 200 bis 300 Rollstuhlfahrern Platz zu bieten“, erklärt Anthony Kahlfeldt, Organisationsleiter der „WM 2018 Rollstuhlbasketball gGmbH“.
Auch bei den Sanitärräumen müsse man noch nachbessern. „Es soll nachher niemand sagen müssen: Ich hätte gerne zugeschaut, aber die Rahmenbedingungen passten für mich nicht“, so Kahlfeldt. Nomalerweise verfügt die Inselparkhalle über 2.800 Sitzplätze. Durch den rollstuhlgerechten Umbau reduziert sich die Anzahl auf etwa 2.000 Plätze.
Das Gesamtbudget der Veranstaltung liegt bei 4,6 Millionen Euro. Damit werden die Wettkämpfe, die Logistik, die Unterkünfte und das Training der Sportler finanziert.
Außerdem ist rund um die Halle und im restlichen Inselpark ein großes Fanfest geplant. „Es wird Sportveranstaltungen für behinderte und nichtbehinderte Sportler geben“, erklärt Kahlfeldt. Weiterhin sollen verschiedene Musik- und Kulturgruppen auftreten. Ein „internationales Catering“ ist in Vorbereitung. Das Fanfest soll während der WM täglich von 9 bis etwa 20 Uhr dauern. „Die Besucher erwartet ein inklusives Sportfest, bei dem sich Menschen mit und ohne Behinderung näher kommen können“, sagt der Orga-Chef.
Rollstuhlbasketball gilt als bekannteste und attraktivste Behindertensportart. Insgesamt sind 96 Partien angesetzt. Der Eintritt ist – bis auf die Abendspiele – frei. Für die WM werden derzeit noch Freiwillige gesucht, die Lust haben, sich um die Betreuung der Besucher zu kümmern.
Infos:
❱❱ www.2018wbwc.de

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