In der Lutterothstraße wird seit jeher quer geparkt. Hält jemand an
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Ch. v. Savigny, Eimsbüttel
Wer zurzeit als Fußgänger in der Sartoriusstraße unterwegs ist, muss mit großen Schwierigkeiten rechnen, wenn er die nächste Kreuzung überqueren möchte: Dicht an dicht stehen die Autos geparkt – sogar im Bereich von Kreuzungen, wo es laut Straßenverkehrsordnung verboten ist. Mühsam schlängelt sich der Passant zwischen den Stoßstangen hindurch, während Kinderwagenbesitzer und ältere Menschen mit Rollatoren oft das Nachsehen haben. Hier hilft es nur, die nächste Grundstücks-einfahrt zu suchen, um irgendwie doch noch auf die andere Straßenseite zu kommen.

Betroffen sind insbesondere die Kreuzungen Lutteroth- und Hartwig-Hesse-Straße, sowie der Luruper Weg. Auffällig: Immer mehr Mietwagen von Anbietern wie car2go werden relativ rücksichtslos abgestellt. Während sich die Situation tagsüber entzerrt, ist es abends und am Wochenende am schlimmsten.

Bezirk: Es soll mehr kontrolliert werden

Bei den offiziellen Stellen ist das Problem bekannt: „Es herrscht ein großer Parkraumdruck in diesem Bereich“, sagt Andreas Aholt, Sprecher des Bezirksamts Eimsbüttel. Bereits im vergangenen Herbst habe eine Begehung zusammen mit der örtlichen Polizei stattgefunden. Ergebnis: Die Beamten wollen verstärkt kontrollieren, auch mehr Strafzettel verteilen. Bauliche Maßnahmen scheinen dagegen so gut wie unmöglich. „Es besteht zwar theoretisch die Möglichkeit, die Bürgersteige in den Kreuzungsbereichen zu verbreitern und das Beparken damit zu erschweren, doch dann müsste auch die Entwässerung erneuert werden“, erklärt Aholt. Im Klartext: Man müsste die gesamte Straße aufreißen. Lediglich Markierungen auf dem Pflaster aufzubringen, würde nichts bringen, da diese schon nach kurzer Zeit nicht mehr sichtbar seien.
Parkplatzprobleme auch in der Lutterothstraße zwischen Sartoriusstraße und Else-Rauch-Platz: Um die Verkehrssituation zu verbessern, will der Bezirk den Abschnitt in eine Einbahnstraße umwandeln. Doch dann dürfte man laut Forderung der Feuerwehr nur noch längs parken, damit die Einsatzfahrzeuge besser an die Grundstücke herankommen. Bisher wird dort – allerdings inoffiziell – quer zur Fahrtrichtung („senkrecht“) geparkt. „Die Folge wäre, dass die Hälfte der Parkplätze wegfielen“, sagt Aholt.

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