Senatorin Dorothee

Olaf Zimmermann, Hamburg
Frohe Kunde für Tausende von Hamburger Mietern: In den nächsten drei Jahren wird die Saga 130.000 Wohnungen mit Glasfaserkabeln ausstatten. Das ermöglicht sehr leistungsstarke Internetzugänge. „Kosten durch die Umrüstung entstehen den Mietern nicht“, sagt Saga-Sprecher Gunnar Gläser. „Wir werden die Saga hier beim Wort nehmen“, verspricht Siegmund Chychla, Geschäftsführer des Mietervereins zu Hamburg.Das zwischen 30 und 40 Millionen Euro teure Vorhaben startet im März in Jenfeld. Wann danach welcher Stadtteil an die Reihe kommt, wird erst in den nächsten Wochen entschieden. Klar ist: Bis 2021 soll der Ausbau in allen Saga-Quartieren abgeschlossen sein.
Mit dem jetzt startenden Ausbau werden moderne Gigabit-Leitungen flächendeckend innerhalb der Gebäude bis in die
einzelnen Wohnungen verlegt
(„fibre-to-the-home“). Dadurch werden Internetanschlüsse mit Datenübertragungsraten von bis zu 1 Gigabit/Sekunde möglich. Mit der neuen Technologie dauert das Herunterladen eines Spielfilms in HD-Qualität beispielsweise nur rund 40 Sekunden anstatt wie bei einer herkömmlichen DSL-Leitung bis zu 30 Minuten.
Mieter können bei Bedarf entsprechende Verträge selbst abschließen. Es besteht kein Anbieterzwang. Auch ist niemand verpflichtet, das neue Angebot zu nutzen.
Umfangreichen Umbaumaßnahmen innerhalb der einzelnen Wohnungen sind nicht erforderlich. Für die notwendigen Glasfaserkabel werden innerhalb der Gebäude bereits bestehende Installationswege genutzt. Nur am Anschlusstag muss ein Techniker die Wohnung betreten, um eine entsprechende Buchse anzubringen.
Insgesamt sollen 99 Prozent des Saga-Wohnungsbestands mit Glasfaserkabel ausgestattet werden. Gunnar Gläser: „Nur einzelne Gebäude können aufgrund ihrer Lage vorerst nicht mit dieser Technologie versorgt werden.“
Die Saga ist nach eigenen Angaben bundesweit das erste große Wohnungsunternehmen, das diese Technologie flächendeckend anbietet.

Saga
Die Saga vermietet in Hamburg rund 132.000 Wohnungen. Große Quartiere gibt es in Wilhelmsburg, Neugraben/Fischbek, Finkenwerder, Eißendorf, Hausbruch, Heimfeld, Harburg (Kern), Veddel sowie in Lurup, Eidelstedt, Osdorf, Bahrenfeld, Ottensen, Lokstedt,
Altona-Nord, Altona-Altstadt, St. Pauli.
Saga-Mieter erhalten durch den Anschluss ans Hochgeschwindigkeitsnetz spätestens ab 2021 die Option auf modernere und leistungsfähigere Telefonie- und Internetangebote – mit einem Vertragspartner ihrer Wahl. Bis dahin sollen in den Außenanlagen der Saga-Wohneinheiten auch „WLAN-Hotspots“ eingerichtet werden, so dass dann problemlos Internetnutzung im Freien möglich ist.

Altoba
Bis auf eine Wohnanlage sind alle Wohnhäuser der altoba mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet („fibre-to-the-building“). „Grundsätzlich verfügen unseres Wissens alle Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften, die Kunden von MARTENS/ PYUR oder Willy.tel sind schon seit Jahren über Glasfaseranschlüsse ihrer Wohnanlagen“, sagt Sprecherin Silke Kok. Im Neubau realisiert die altoba darüber hinaus „fibre-to-the-home“ (also Glasfaser bis in die Wohnung).

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